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Der "Bergdoktor" Hans Sigl und Schauspielerin Monika Baumgartner beim "Bergdoktor"-Fantag 2019 in Going am Wilden Kaiser.

Interview

"Bergdoktor" Hans Sigl - das steht auf seiner "Bucket List"

Der "Bergdoktor" Hans Sigl wird 50 Jahre alt. Wir haben mit ihm über seine Geburtstags- und Zukunftspläne gesprochen. Ist ein Ende der TV-Serie in Sicht? 

Die Dreharbeiten für die 13. Bergdoktor-Staffel sind gestartet. Wir haben vorab mit Hauptdarsteller Hans Sigl alias Dr. Martin Gruber beim Fantag in Ellmau am Wilden Kaiser gesprochen.

Das Wichtigste zuerst: Können Sie schon etwas zur 13. Staffel verraten?

Es wird keine einfache Staffel für den Martin werden. Die letzten Jahre war es etwas ruhig um sein Liebesleben, und es könnte sein, dass sich das ändert.

So emotional war der Bergdoktor-Fantag in Tirol

Die Bergretter haben erzählt, dass Sie brenzlige Situationen in letzter Zeit öfter selbst drehen. 

Ja, grundsätzlich ist man durch die unglaublich tollen Kollegen von der Bergrettung – die uns von Anfang an betreuen – immer sehr gut gesichert und geschützt. Insofern kann man sich da gut fallen lassen – im wahrsten Sinne des Wortes „ins Seil fallen lassen“. Natürlich ist es für den Schauspieler immer eine Herausforderung, so etwas selbst zu machen. Manchmal steht dann der Produktionsleiter da, guckt einen an und der Blick sagt: „Das machst du jetzt nicht.“ Und dann macht man das auch nicht.

Aber Sie sind im Laufe der Jahre mutiger geworden?

Das weiß ich nicht. Das entwickelt sich natürlich auch. Es ist wie im Schwimmbad: Wenn man das Einmeterbrett schafft, geht man beim nächsten Mal aufs Dreimeterbrett und irgendwann steht man „auf dem Zehner“ oben. So verhält sich das dann auch. 

Was treibt Sie denn nach zehn Jahren immer noch an, weiter zu machen? 

Ich kann nur sagen: Ich liebe es! Ich liebe den Job, das Team, die Gegend, die gesamte Zusammenarbeit mit der Produktion, mit der Redaktion – wir sind ein unheimlich eng zusammengewachsenes Team. Es ist ein großes Glück, dass man das auch nach dieser Zeit und mit diesem Erfolg machen kann. 

Trotzdem kommt immer wieder die Frage auf: „Wie lange noch?“ 

Seit der dritten Staffel muss ich mich mit dieser Frage beschäftigen. Momentan ist aber noch kein Ende in Sicht.

Ein großer Geburtstag steht an, Sie werden 50 Jahre alt. Ist irgendetwas geplant? 

Nein, es ist nichts geplant. Da ich ein alter Zahlenmystiker bin, freue ich mich auf die „0“ am Ende, weil es dann wieder von vorne losgeht. 

Ein Neuanfang?

Nein, kein Neuanfang. Das würde heißen, ich würde von etwas Abschied nehmen. Aber man wird irgendwann vom Jungen zum Krieger, vom Krieger zum Häuptling – und dann muss man weiter sehen. Das ist so ein innerliches, schamanisches Denken. Es ist natürlich etwas Besonderes, weil man nur einmal im Leben 50 wird aber es ist nicht so, dass ich jetzt völlig ausflippe.

Sie sind ja relativ aktiv in den Sozialen Medien. Im Urlaub war „Digital Detox“ angesagt. Was war der positivste Effekt? 

Dass diesen Mist kein Mensch braucht! Ganz ehrlich, es ist wirklich so. Wenn man nicht aufpasst, geht die selektive Wahrnehmung verloren. Man sollte sich lieber ganz dosiert und komprimiert ansehen, was in der Welt passiert. Man braucht nicht diesen permanenten Input und ich muss auch nicht wissen, was jemand gestern zu Abend gegessen hat. Außerdem halte ich nichts von ewig langen Sprachnachrichten. Wenn mir jemand eine Sprachnachricht schickt, die länger als zehn Sekunden ist, höre ich sie mir gar nicht an. Das ist wie mit den Mailboxen: Wenn es heißt: Ruf mich zurück, dann ruf ich zurück. Dann kann man das besprechen. Und ich muss auch nicht mit zig Leuten gleichzeitig schreiben. Das war meine Erkenntnis, auch wenn die jetzt nicht so groß ist, weil sie auf der Hand liegt. 

Sie haben während des Studiums diverse Jobs gemacht. Da waren ein paar verrückte Sachen dabei, oder? Können Sie davon ein bisschen erzählen? 

Der Klassiker, den ich dann auch machen wollte: Ich habe mir Werbetafeln für ein Bettenstudio umgehängt und bin als Schlafwandler durch Innsbruck marschiert. Das fand ich extrem witzig, weil das immer mein Bild eines arbeitslosen Schauspielers war, der jobben muss. 

Gibt es noch ein Abenteuer, was Sie auf Ihrer „Bucket List“ haben? 

Ja, da gibt es das halbe Leben noch, das vor mir liegt: Ich möchte noch ein Buch schreiben, eine große Reise machen, Tiefseetauchen und solche Sachen.

Traumschiff-Kapitän sein – wäre das noch was? 

Wenn die ZDF-Personalie noch offen ist wenn ich Mitte 70 bin (lacht)...

Katharina Weber

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