Tony Allen 
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Schlagzeuger-Legende Tony Allen ist im Alter von 79 Jahren in Paris gestorben.

Unerwarteter Tod

„Kam ganz plötzlich“: Musiker-Legende gestorben - Todesursache bekannt

Eine absolute Musik-Legende ist völlig unerwartet von uns gegangen. Sein Manager hat die Todesursache bekannt gegeben.

  • Der Musiker Tony Allen ist mit 79 Jahren in Paris gestorben.
  • Die nigerianische Schlagzeuger-Legende war Mitbegründer des Afrobeat.
  • Die Todesursache ist inzwischen bekannt: Er erlag einem Bauchaortenaneurysma.

Update vom 4. Mai 2020: Inzwischen ist auch der Grund für den überraschenden Tod von Tony Allen im Alter von 79 Jahren klar. Die Todesursache gab sein Manager Eric Trosset laut verschiedener Medien - unter anderem der New York Times - bekannt. Demnach erlag die Musik-Legende einem Bauchaortenaneurysma.

Der Tod von Tony Allen war unerwartet - auch für seinen Manager, der kurz danach sagte: „Das kam ganz plötzlich.“

„Tony Allen war sicher einer der besten Schlagzeuger auf dem Planeten“, sagte der Musikjournalist Abdul Okwechime, der Allen aus seiner Kindheit in Lagos kannte, der dpa. „Wir nannten ihn damals den Doktor des Schlagzeugs.“ Fela Kutis Sohn Femi schrieb zum Abschied auf Twitter: „RIP Mr Tony Allen“ („Ruhe in Frieden, Mr Tony Allen“).

Flea, Bassist der Funkrocker Red Hot Chili Peppers, würdigte Allen besonders anrührend: „Was für ein wilder Kerl, mit einem riesigen, freundlichen und freien Herzen und dem tiefsten, dem einmaligen Groove. Ich hatte das Glück, mit ihm so manche Stunde zu verbringen, eingepfercht in einem Londoner Studio, wir jammten uns durch den Tag. Es war verdammt himmlisch. Er war und ist immer noch mein Held.“ Im Projekt Rocket Juice & The Moon war Allen die im Wortsinne treibende Kraft neben Flea sowie dem ehemaligen Blur-Frontmann Damon Albarn.

Musik-Legende überraschend gestorben - „Das kam ganz plötzlich“

Unser Artikel vom 1. Mai 2020:

Paris - Die Musikwelt muss einen neuen Verlust verkraften: Die Schlagzeuger-Legende Tony Allen ist tot. Der nigerianische Musiker sei am Donnerstag mit 79 Jahren in Paris gestorben, sagte sein Manager Eric Trosset der Nachrichtenagentur AFP. Die Todesursache sei unklar. Corona sei jedoch nicht der Grund für Allens überraschenden Tod. 

"Er war völlig gesund, das kam ganz plötzlich", sagte Trosset. Er habe am Mittag noch mit Allen gesprochen, zwei Stunden später habe der Musiker sich unwohl gefühlt und sei ins Krankenhaus Pompidou gebracht worden. Dort sei er dann gestorben. Der Musiker lebte in Courbevoie bei Paris. Zu Lebzeiten wurde er zum Mitbegründer des Afrobeats. 

Musik-Legende in Paris gestorben: Tony Allen ist tot - Er entwickelte den Afrobeat

Allen war in den 60er und 70er Jahren der Schlagzeuger und musikalische Direktor seines Landsmannes Fela Kuti. Mit ihm zusammen entwickelte er den Afrobeat. Dieser verbindet Genres wie Jazz, Funk und traditionelle nigerianische Trommelrhythmen und wurde zu einer der wichtigsten Strömungen afrikanischer Musik im 20. Jahrhundert. 

Mit 18 Jahren brachte sich Allen das Schlagzeugspielen selbst bei. Musikalische Inspiration fand er beiJazzgrößen wie Dizzy Gillespie und Charlie Parker, aber auch in zeitgenössischer afrikanischer Musik. Mit Fela und der Gruppe Africa 70 nahm Allen rund 40 Musikalben auf. Nach 26-jähriger Zusammenarbeit trennten sie sich schließlich. Allens Schlagzeugspiel war so intensiv, dass Fela vier Drummer benötigte, um Allen zu ersetzen. 

Schlagzeuger Tony Allen ist tot: Er spielte zuletzt mit dem ehemaligen Blur-Sänger

Als "den vielleicht größten Schlagzeuger, der je gelebt hat" bezeichnete ihn der britische Musiker und Produzent Brian Enoder. Allen spielte zuletzt unter anderem Schlagzeug in dem Projekt The Good, The Bad and The Queen von Damon Albarn, dem ehemaligen Bandleader von Blur.  

Sänger Pau Donés verstarb ebenfalls nach einer Krebserkrankung. Mit dem Welthit „La Flanca“ bleibt er wohl allen Fans noch lange in Erinnerung.

Vielleicht noch prägender als es Tony Allen für Afrobeat war, war Kraftwerk-Mitgründer Florian Schneider-Esleben für die Elektronik-Musik. Nun verstarb der Musik-Pionier im Alter von 73 Jahren. Er verlor seinen Kampf gegen den Krebs ebenso wie Soul-Ikone Betty Wright.

Das gleiche Alter erreichte auch die jamaikanische Erfolgssängerin Millie Small.

Noch unklar ist die Todesursache von Cady Groves. Die Country-Sängerin starb im Alter von nur 30 Jahren. 

Die Filmwelt trauert indessen um diesen Schauspieler: Er wurde bekannt durch den Film „Slumdog Millionaire“. Ein bekannter deutscher Serien-Star starb ebenfalls nach einer kurzen Krankheit. Er postete kurz vorher noch ein Video von sich. Die Trauer ist auch bei Fans und Weggefährten von Jerry Stiller groß. Der Darsteller der Serie „King of Queens“ ist gestorben.

Die deutsche Musikszene trauert um Gino Trovatello - er wurde tot in seiner Wohnung gefunden.

Weggefährten und Musik-Fans trauern um 80er-Musik-Legende Dave Greenfield (The Stranglers).

Little Richard ist tot. Der legendäre US-Musiker verstarb im Alter von 87 Jahren. Über die Todesursache herrscht noch Unklarheit.  

Jetzt kam es zu einem tragischen Todesfall in Venice Beach: Nach einem Badeunfall starb ein Ex-Wrestling-Star und Schauspieler. Er opferte sich wohl für seinen Sohn.

Ein Radio-Moderator, der vielen auch durch die "Harald Schmidt Show" bekannt ist, ist gestorben.

Jürgen Drews trauert um einen Band-Kollegen der Les Humphries Singers. Die Trauer ist auch bei einem Iron-Maiden-Sänger nach einem tragischen Unfall groß.

Auch die Trauer um einen Star der Filmserie „Twilight“ ist groß. Er und seine Freundin wurden tot in einem Apartment in Las Vegas aufgefunden.

Der bekannte Aktionskünstler Christo ist in New York verstorben. Unter anderem erregte er durch die Verhüllung des Reichstags großes Aufsehen.

AFP/jbr

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