Solch ein Bild wie hier im Jahre 1957 wird es auf der Lange Straße womöglich nie wieder geben: Autos fahren unbehelligt über die Straße, eine Heuer-Ampel regelte den Verkehr.
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Solch ein Bild wie hier im Jahre 1957 wird es auf der Lange Straße womöglich nie wieder geben: Autos fahren unbehelligt über die Straße, eine Heuer-Ampel regelte den Verkehr.

Beschluss im Ausschuss

Projekt zur Öffnung der Lange Straße ist Geschichte

CASTROP-RAUXEL - Die Hoffnungen der Habinghorster Kaufleute, mit Hilfe der FDP die lang ersehnte Öffnung der Lange Straße für den Autos zu erreichen, haben sich endgültig zerstoben. Auf der Sitzung des zuständigen Ausschusses schob die Ampelkoalition dem Projekt endgültig einen Riegel vor.

Beantragt hatten die Öffnung CDU und FWI. Die Kaufleute an der Lange Straße hatten zudem auf Rückenwind von der als wirtschaftsfreundlich geltenden FDP gehofft. Doch die Ampelkoalition entschied gegen die Öffnung der Straße für Autos von Privatleuten.

Während SPD und Grüne ihre inhaltlichen Argumente für die Beibehaltung der jetzigen Situation darlegten, begründete FDP-Chef Nils Bettinger seine Ablehnung der Öffnung mit den dadurch entstehenden Kosten: „Für die FDP ist es wichtig, dass wir die Kosten im Auge behalten“, machte er klar. Die FDP hatte zu Oppositionszeiten stets für eine Öffnung plädiert.

Eine solche forderten Carsten Papp (CDU) und Harald Piehl (FWI) trotz des von der Verwaltung errechneten Aufwands von rund 250.000 Euro. „Wir sind bereit, das Geld in die Hand zu nehmen, in der Hoffnung auf eine Besserung der wirtschaftlichen Situation“, sagte Papp. Der Hinweis auf die Kosten seien ein Totschlagargument. Piehl ließ auch das Argument nicht gelten, dass man neben den von der Verwaltung berechneten Kosten auch mit einer in der Höhe unbekannten Rückgabe von Fördergeldern rechnen müsse.

"Sie haben die Karre vor die Wand gefahren"

„Wir stellen den Antrag auf Öffnung, und wenn die Kosten dafür zu hoch sind, können wir den immer noch zurücknehmen“, argumentierte der FWI-Vorsitzende. Er warf SPD und Grünen vor, die Öffnung bereits bei der Planung des Umbaus nie gewollt zu haben. „Sie haben die Karre vor die Wand gefahren“, hielt Piehl SPD und Grünen entgegen. „Gleichzeitig wiederholte er seine düstere Prophezeiung: „Es werden weitere Geschäfte schließen.“

Trotz dieses Szenarios wollte sich niemand aus dem Koalitionslager den Öffnungsargumenten anschließen. Ursula Mintrop-Werkle (Die Grünen) sagte: „Niemand weiß wirklich, ob eine Öffnung den gewünschten Erfolg bringen würde.“ Auch die SPD-Politiker Hendrik Moryson, Hubertus Wilbring und Hans-Jürgen Schwind machten ihre Ablehnung einer Öffnung unmissverständlich deutlich.

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Damals | Heute

Hier sehen Sie die Habinghorster Kreuzung wie sie heute aussieht und wie sie in den 1950er Jahren aussah. Fahren Sie über das Bild um zu sehen, wie sich die Straße im Laufe der Zeit verändert hat. (Diese Funktion ist nicht auf allen mobilen Endgeräten möglich).

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