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Friedbert Wefringhaus (r.) und RN-Redaktionsleiter Tobias Weckenbrock in der Kirche zu den Heiligen Schutzengeln in Frohlinde - Wefringhaus' wichtigstem Ort in Castrop-Rauxel.

Kirche zu den Heiligen Schutzengeln

Neu in CAS - die wichtigsten Orte unserer Leser

FROHLINDE - Tobias Weckenbrock ist neu in Castrop-Rauxel. Der Redaktionsleiter will mehr über die Stadt lernen. Deshalb lässt er sich jede Woche von Menschen ihren wichtigsten Ort in Castrop-Rauxel zeigen. Zweiter Teil unserer Serie: Friedbert Wefringhaus und die Kirche zu den Heiligen Schutzengeln - im Text und im Video.

Kirche zu den Heiligen Schutzengeln: Dahin soll ich kommen. Es ist der "wichtigste Ort in Castrop-Rauxel" für Friedbert Wefringhaus. So hat er es mir gesagt und mich eingeladen.

Wefringhaus breitet vor uns in der vierten Bank ein paar Broschüren aus, um zu zeigen: Schauen Sie, was wir alles machen. Ich will viel lieber mit ihm darüber sprechen, als zu lesen. Was macht diesen Ort für Sie zum wichtigsten? "Es ist mein zweites Zuhause“, sagt er. "Hier bin ich groß geworden als Messdiener, aktiv im Gemeindeausschuss und in der Kolpingsfamilie. Mir macht es Spaß, das Gemeindeleben zu gestalten."

Nicht weniger Zusammenhalt durch Fusionen

Gemeindeleben: Wefringhaus sagt, diese Dorfgemeinde – und "Dorf" dürfe man zu Frohlinde gern sagen – sei sehr lebendig. Sie ging zwar in einem Pastoralverbund auf, aber sie lebt. Ob das der Gemeinde nicht geschadet habe, will ich wissen; so, wie das viele Christen im Bistum seit den ersten Fusionswellen vor knapp 20 Jahren befürchten und zum Teil erleben. Wefringhaus hat keinen Verlust an Identität oder Zusammenhalt erlebt: "Wenn man versucht, etwas im Verbund auf die Beine zu stellen, macht man in der Gemeinde selbst nichts kaputt.“ Man könne Dinge zusammen machen, die man allein nicht stemmen könnte.

Freizeitangebote und Hilfstätigkeiten für Caritas und die Dritte Welt seien Kernpunkte der Arbeit: wöchentliche Veranstaltungen, Treffen nach dem Sonntagsgottesdienst, Kirchencafés. Wenn man ihn frage, woher er kommt, sage er eher "aus Frohlinde" als "aus Castrop-Rauxel". "Es ist dörflich hier, auch wenn wir durch die Neubaugebiete gewachsen sind." Man helfe sich: "Es ist kein Problem, Helfer zu finden, wenn man eine Veranstaltung organisieren möchte."

Volle, kleine Kirche

Der wichtigste Ort: Kirche und Gemeindezentrum. "Die Kirche hat den Vorteil, dass sie klein ist", sagt Wefringhaus. "Wir haben nur noch einen Gottesdienst am Sonntag um 10 Uhr – und der ist so voll, dass einige Leute stehen müssen. Das ist eine andere Atmosphäre als in einer großen Kirche, die halbleer ist." Den Gottesdienst allerdings, den dürfe man Frohlinde nicht nehmen: „Alle in einen Bus zu setzen – nein, das würde etwas kaputt machen.

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