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Die Straße Im Ort zwischen Cohen-Platz und Lambertusplatz ist ist vom Wochenmarkt gut gefüllt.

Treffen der Interessengruppen geplant

Castroper Wochenmarkt ist ein ständiger Prozess

CASTROP - Noch immer wird der Castroper Boulevard beim Altstadt-Wochenmarkt nur schwach mit Marktständen bespielt. Im EUV-Verwaltungsrat war daher wieder einmal die Frage Thema: Warum werden die besprochenen Veränderungen nicht wirksam? Dabei brachte eine beiläufige Aussage des EUV-Chefs den Fraktionschef der Linken zum Kochen.

"Alle 37 Marktbeschicker unter einen Hut zu kriegen, das geht schon an die Substanz“, sagte EUV-Stadtbetriebschef Michael Werner vergangene Woche im EUV-Verwaltungsrat. Auf der Tagesordnung stand ein Sachstandsbericht zum Dauerthema Altstadtmarkt.

„Das ist ein ständiger Prozess, bei dem wir nachsteuern“, erklärte Bürgermeister Rajko Kravanja. Es sei der Natur der Sache geschuldet, dass der Ratsbeschluss noch nicht 100-prozentig umgesetzt sei. „Wir werden weiter daran arbeiten, gerade wird ein nächster Jour fixe festgezurrt“, so Kravanja. Ein Termin also, bei dem sich alle maßgeblich beteiligten Interessengruppen treffen. Auch die Markthändler selbst wollten noch einmal das Gespräch suchen.

Neuartige Veranstaltungen auf dem Marktplatz möglich

Tatsache sei, dass jetzt andere Veranstaltungsformate auf dem Marktplatz möglich sind. Kravanja nannte die sehr erfolgreichen Beach Volley Days und auch das angedachte neue Format für Schlittschuhbahn und den himmlischen Advent, das auf große Zustimmung stieße.

Zur Erinnerung: Im März dieses Jahres war beschlossen worden, dass der Simon-Cohen-Platz raus soll aus der Standnutzung und stattdessen der Boulevard stärker bespielt wird. Mit der Konsequenz, möglichst dort die großen Obst- und Gemüsestände zu platzieren. „Wir sind darauf angewiesen, beim Marktgeschehen Kompromisse zu schließen“, sagte Werner.

Eine gute Lage biete der Boulevard jedenfalls nicht. Die Kunden liefen vom Markt Richtung Münsterstraße. „Und wir müssen jetzt im Herbst beim Aufbauen aufpassen, dass wir keine Sinkkästen zubauen und das Wasser bei dem vielen Regen auch abfließen kann“, so Werner.

Zu groß für den Marktplatz?

Ein eher beiläufig genannter Fakt, nämlich der, dass der Markt an Donnerstagen inzwischen so groß sei, dass er nicht mehr auf den alten angestammten Markt passen würde, brachte Ingo Boxhammer, Fraktionschef der Linken, auf die Palme. „Diese Information haut mich um“, sagte Boxhammer. Er verwies darauf, dass der Wochenmarkt in der Fußgängerzone ja nur in einer Erprobungsphase sei. Michael Werner kündigte für Anfang des Jahres eine genaue Untersuchung an.

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