Altes Kraftwerk

Neuer Besitzer will Knepper-Areal nach Sanierung weiterverkaufen

OESTRICH/CASTROP-RAUXEL - Was entsteht genau auf dem Gelände des alten Kraftwerks Knepper? Diese Frage ist noch nicht geklärt. Die Gütersloher Hagedorn-Gruppe als neuer Eigentümer will die Fläche nach abgeschlossener Sanierung an Projektentwickler weiterverkaufen. Ein Ziel gibt es aber schon.

Am Ende sollen auf dem Gelände des früheren Steinkohlekraftwerks ein oder mehrere Gewerbeparks stehen. Erste Gespräche mit möglichen Projektentwicklern seien bereits geführt. "Offen ist noch, ob wir das Grundstück als Ganzes oder in Tranchen weiterreichen", sagt Rick Mädel, Geschäftsführer der zur Hagedorn-Gruppe gehörenden Revital GmbH.

Diese koordiniere den gesamten Prozess - vom Abbruch der Anlagen über Tiefbaumaßnahmen bis hin zur Sanierung des 74 Fußballfelder (53 Hektar) großen Geländes zwischen Oestrich und Deininghausen an der Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel. Auch den Bau neuer Außenlagen bietet Hagedorn an.

Infos für die Anwohner gibt es Ende Januar

Die Gütersloher haben die Anwohner für Mittwoch, 21. Februar, um 17 Uhr zu einer Infoveranstaltung ins 2014 stillgelegte Kraftwerk geladen. Dort wollen sie den Anwohnern erläutern, wie der Rückbau und die Herrichtung des Geländes funktionieren, welche Zeitrahmen veranschlagt ist und welche Belastungen die Anwohner durch Lkw-Verkehr, Lärm und Stau zu tragen haben.

Allerdings dämpft Revital-Geschäftsführer Mädel allzu hohe Erwartungen, bei der Gelegenheit ein im Detail ausgearbeitetes Nutzungskonzept vorlegen zu können. "Wir arbeiten daran, benötigen aber noch Zeit", sagt Mädel. Mitte des laufenden Jahres 2018 solle es soweit sein.

Mehrere Logistik-Gewerbeparks sind das Ziel

Die Stoßrichtung ist aber schon jetzt klar: Die Gütersloher zielen auf einen oder mehrere "Gewerbeparks mit logistischer Nutzung", wie es Mädel formuliert. Für ungefähr die Hälfte des Grundstücks gebe es bereits rechtsverbindliche Bebauungspläne, die Gewerbe- und Industrieansiedlung vorsähen.

Genau dieser Flächenteil befinde sich auf Dortmunder Stadtgebiet - das Teilstück mit den Kraftwerksanlagen hingegen gehöre zu Castrop-Rauxel. Dabei will die Hagedorn-Gruppe das Grundstück aber nicht im eigenen Bestand halten: Es soll an Projektentwickler veräußert werden, die konkrete Nutzer im Schlepptau haben.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Schaden nach Brand in der Kinderwelt geht in die Millionen - Warnung vor Rußpartikeln
Schaden nach Brand in der Kinderwelt geht in die Millionen - Warnung vor Rußpartikeln
Riesen-Schaden nach Kinderwelt-Brand, Waltroper Parkfest startet, keine Spur vom Bochumer Ausbrecher
Riesen-Schaden nach Kinderwelt-Brand, Waltroper Parkfest startet, keine Spur vom Bochumer Ausbrecher
Emotionaler Ausnahmezustand: Säugling musste am offenen Kopf operiert werden 
Emotionaler Ausnahmezustand: Säugling musste am offenen Kopf operiert werden 
In Herten baut Lidl einen topmodernen Riesen-Markt - jetzt steht das Eröffnungsdatum
In Herten baut Lidl einen topmodernen Riesen-Markt - jetzt steht das Eröffnungsdatum
Nach 37 Jahren - was Angelika Goller heute über ihre alte Heimat Oer-Erkenschwick denkt
Nach 37 Jahren - was Angelika Goller heute über ihre alte Heimat Oer-Erkenschwick denkt

Kommentare