Angebot des SkF

Wenn die Schwangerschaft werdende Eltern vor Probleme stellt

Finanzielle Probleme sind der Hauptgrund, warum werdende Mütter und Väter die Schwangerschaftsberatung des SkF um Hilfe bitten. Doch die Probleme werden mehr - und vielschichtiger.

Eine Schwangerschaft ist nicht für alle werdenden Eltern immer nur Grund zur Freude. Sie kann auch - neben schon bestehenden Problemen - weitere Konflikte auslösen. In solchen Fällen hilft die Schwangerschaftsberatung des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) aus Dortmund-Hörde.

Einmal wöchentlich kommt Diplom-Pädagogin Bärbel Pielsticker zur Beratung nach Castrop-Rauxel. In den Räumen der Erziehungsberatung der Caritas empfängt sie werdende Mütter und Väter, die Hilfe suchen. Meist geht es zunächst um finanzielle Probleme, die die Schwangerschaft auslöst, oder die durch die Schwangerschaft verstärkt werden.

Wenn eine schwangerschaftsbedingte finanzielle Notlage vorliegt, können Mittel aus der Bundesstiftung Mutter und Kind" helfen. 40.200 Euro gab es daraus 2018 für werdende Eltern in Castrop-Rauxel.

Doch die Beratungsgründe sind vielfältig und zu den finanziellen Sorgen kommen häufig noch viele weitere:

In all diesen Fällen vermittelt Bärbel Pielsticker Ansprechpartner, zeigt Hilfsangebote auf und hört manchmal auch einfach nur zu. "Vielen fehlt das soziale Netzwerk, das in der Schwangerschaft hilft. Die Eltern wohnen oft weit weg oder leben nicht mehr und Freunde gibt es wenige. Da hilft es, wenn ich ein offenes Ohr habe", sagt Pielsticker.

Es gehe dabei auch um Hilfe zur Selbsthilfe. "Es hilft, die Stärken aufzuzeigen, denn eine Schwangerschaft wird häufig von großer Unsicherheit begleitet." Aber, die Schwangerschaftsberatung ist vor allem Anlaufstelle für die, die zwar Probleme haben, sich aber für das Kind entschieden haben. Denn in der katholischen Einrichtung findet keine Konfliktberatung statt.

"Der Bedarf an Beratung insgesamt ist aber gestiegen", sagt Bärbel Pielsticker. Darauf hat der SkF reagiert und die Sprechstunde in Castrop-Rauxel im September von 14-tägig auf einmal wöchentlich gesteigert.

Nicht nur die Fallzahlen haben sich verändert, auch die Probleme, die die Eltern mitbringen. "Sie sind komplexer geworden", sagt Susanne Smolen, Geschäftsführerin des SkF Hörde. "Die Wohnungssuche ist ein massives Thema geworden", sagt Smolen. Es gebe kaum bezahlbaren Wohnraum und je mehr Kinder, desto schwieriger werde es, eine Wohnung zu finden.

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