Anwohner zu Versammlung eingeladen

Plan für Kraftwerk Knepper wird im Februar bekannt

Oestrich/Deininghausen - Die Hagedorn-Gruppe hat die Anwohner eingeladen: Sie will Ende Februar Pläne für das Kraftwerk Gustav Knepper bekannt geben. Unter anderem, dass dort bald der Rückbau beginnt. Aber was kommt dann?

Was wird aus der Fläche des früheren Kraftwerks Knepper zwischen Dortmund und Castrop-Rauxel? Spätestens am 21. Februar will die Gütersloher Hagedorn-Gruppe als neuer Eigentümer ihre Karten offenlegen. Und bis dahin?

Wie berichtet, haben die Gütersloher das rund 53 Hektar große Gelände in Dortmund-Oestrich und Deininghausen im November vergangenen Jahres von der Noch-Eon-Tochter Uniper gekauft. 2014 wurden die Anlagen des Kraftwerks Gustav Knepper stillgelegt. Die Hagedorn-Unternehmensgruppe will das Gelände wieder aufbereiten und neu nutzen lassen.

Rund 200 Anwohner hat die Hagedorn-Gruppe eingeladen

Um das "Wie" machen die Gütersloher allerdings noch ein Geheimnis. Zu möglichen Logistik-Ansiedlungen, wie in Teilen der Mengeder Politik befürchtet wird, wollte sich Dirk Hanke, Marketingleiter von Hagedorn, am Donnerstag auf Anfrage nicht äußern. Das soll sich bald ändern: Die Hagedorn-Gruppe hat nach Angaben von Hanke alle Anwohner rund um das Gelände für den 21. Februar zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Sie findet im stillgelegten Steinkohlekraftwerk statt und beginnt um 17 Uhr. Hanke spricht von "rund 200 Anwohnern" aus Dortmund und Castrop-Rauxel.

Die Bürger seien schriftlich benachrichtigt worden, sagt Hanke. Im Mittelpunkt der Veranstaltung dürften das Nutzungskonzept und die verkehrliche Erschließung des Geländes stehen. Hanke: "Wir bereiten uns auf alle Fragen vor."

Im Februar will die Hagedorn-Gruppe auch mit dem Rückbau der Anlagen starten. Zwei bis drei Jahre, schätzt Hanke, werde man dafür benötigen.

Ein Kaufvertrag zwischen der Uniper Kraftwerke GmbH (Düsseldorf) und Hagedorn kam im November 2017 nach einer internationalen Ausschreibung zustande, wie es auf der Unternehmens-Website heißt, die im Rahmen eines exklusiven Verkaufsmandates durch die BNP Paribas Real Estate gesteuert worden sei. Das 53 Hektar große Areal solle in den nächsten zwei bis drei Jahren "schonend revitalisiert und einer Neunutzung zugeführt werden".

Neuland für die Unternehmensgruppe

Geschäftsführer und Unternehmensgründer Thomas Hagedorn erklärt das Projekt als Novum in der eigenen 20-jährigen Unternehmensgeschichte - sowohl von der Projektgröße her als auch durch die Tatsache, dass hier das Gelände eines kompletten Kraftwerkes einer neuen Nutzung zugeführt werden solle. Zur Prozesskette zählt er den Rückbau über das Recycling und den Tiefbau bis hin zur Revitalisierung der Fläche, sprich ihre Vermarktung für Neuansiedlungen. "Wir werden damit zum professionellen Lösungsanbieter für Kraftwerksbetreiber und gleichzeitig Beschaffer für Projektentwickler, denen wir Flächen mit bereits vorhandenen Baurechten anbieten können", so Hagedorn auf der Unternehmens-Homepage.

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