Baumfällung nötig

Baumwurzeln bedrohen einige Gasleitungen in Castrop-Rauxel

Die Gasleitungen, die durch Castrop-Rauxel laufen, stammen im Regelfall aus den 1970er- Jahren. Baumwurzeln bedrohen mittlerweile so mache dieser Leitungen.

Früher hat man kurzen Prozess gemacht und die Wurzeln einfach gekappt, wenn sie im Weg waren. Seit 2016 gibt es dafür aber ein festes Regelwerk, das einen differenzierten Umgang mit Bäumen vorgibt. Geguckt wird, was rechts und links in einer Breite von 2,50 Metern neben der Leitung sitzt. "Wichtig ist hier, die letzte Sicherheit für Menschen zu haben", sagte Klaus Breuer, Chef des städtischen Bereichs Stadtgrün und Friedhofswesen, am Dienstagabend im Umweltausschuss.

35 Kilometer Leitung in Castrop-Rauxel

Denn Verwaltung und Thyssengas stehen am Anfang des Dialogs, um Fällarbeiten abzustimmen und Ersatzpflanzungen zu vereinbaren. Thyssengas benutzt in unserer Stadt 35 Kilometer Leitungen, 25 davon in bewohnter Gegend. "Wir haben jetzt alle Standorte von Bäumen erfasst", erklärte Klaus Neuhaus von Thyssen-Gas.

Bei genauer Betrachtung wurde festgestellt, dass hier 680 Bäume mit einem Durchmesser von 10 Zentimeter bis 1,50 Meter an oder sogar auf Leitungen stehen. Bei 80 Bäumen wird die Situation als kritisch eingestuft. Konsequenz: Sie müssen gefällt werden. "Wir kommen nicht mit der großen Säge", versicherte Neuhaus. Und es werde auch nur das aus dem Bestand genommen, was unbedingt notwendig sei. Das Ganze soll auch nicht auf einen Streich, sondern in zwei oder drei Blöcken erfolgen.

Thyssengas übernimmt die Fällkosten

Wenn Bäume in Privatbesitz betroffen sein sollten, werde Thyssen-Gas auch hier die Kosten einer Fällung übernehmen, hieß es auf die Frage von Gerhard Kischkat (CDU). Udo Weber (Grüne) hakte bei den Ersatzpflanzungen nach, die gemäß Baumschutzsatzung erfolgen sollen.

Neuhaus: "Wir lassen uns sicher nicht in Diskussionen ein, wer möglicherweise eher da war, die Leitung oder der Baum." Breuer erklärte: "Ich erwarte Entgegenkommen, bis jetzt ist die Arbeit mit Thyssengas sehr vertrauensvoll."

Der Umweltausschuss wird weiter über das Thema informiert.

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