Baumschutz

Die Diskussionen um die neue Baumschutzsatzung gehen weiter

Die Diskussionen um die Baumschutzsatzung gehen weiter. Die Grünen verweisen nun auf die Stadt Recklinghausen, die den Baumschutz sogar noch ausgeweitet hat. Wie geht es weiter?

Die Grünen haken in Sachen Baumschutzsatzung noch mal nach. Während in Castrop-Rauxel der Konsensantrag von CDU, SPD und FWI politisch beschlossen ist, haben die politischen Gremien der Stadt Recklinghausen ineiner neuen Satzung Fällungen erschwert.

Grundstücksgröße ist den Grünen Dorn im Auge

"Was in Nachbarstädten möglich ist, hat man bei uns ohne Not geändert", sagt die Vorsitzende des Umweltausschusses, Notburga Henke (Grüne) im Gespräch mit unserer Redaktion. Explizit bezieht sie sich dabei auf den Umstand, dass Recklinghausen künftig auch Bäume auf privaten Grundstücken schützt, die kleiner sind als 400 Quadratmeter. Grundstücke unter dieser Größe sind in Castrop-Rauxel bei der Baumschutzsatzung jtzt raus.

"Wir hätten es gerne gesehen, dass bei uns auch Obstbäume geschützt sind", sagt Henke. Das diene der Biodiversität und sei ungemein wichtig, um den Lebensraum von Bienen sicher zu stellen. In Castrop-Rauxel fallen Obstbäume mit Ausnah me von Hochstämmen von Walnussbäumen, Esskastanien und Birnbäumen nicht unter die Satzung. Ebenso wie Birken und Pappeln, die auf Grundstücken stehen, die unter 400 Quadratmeter groß sind."Die Grünen wollten, dass Obstbäume mit einem Stammumfang von 40 Zentimetern geschützt sind", sagt Henke.

Stadt hat einen neuen Flyer erstellt

Unterdessen hat der bei der Stadt zuständige Bereich Grün und Friedhofswesen gemäß dem politischen Auftrag einen Wegweiser erstellt, einen neuen Flyer für die Castrop-Rauxeler erstellt, ein kleines Einmaleins, um mit der neuen Baumschutzsatzung klar zu kommen. Daraus gehen die wichtigsten neuen Bestimmungen hervor.

Anwohner der Thomasstraße hatten im Gespräch mit unserer Redaktion darauf hingewiesen, dass die neue Satzung schwer verständlich sei, wenn es um den Passus mit der Grundstücksgröße von 400 Quadratmetern gehe. "Uns ist wichtig, dass es dabei um eine zusammenhängende Fläche geht", sagt Klaus Breuer, Chef des zuständigen Bereichs bei der Stadt.

Zur alten Baumschutzsatzung gab es im vergangenen Jahr 239 Anträge, 195 wurden positiv beschieden, 41 negativ. Insgesamt ging es um 434 Bäume.

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