Bildungspreis

Wir helfen in Castrop-Rauxel: So verteilt das Lensing Hilfswerk diesmal die Prämien

Castrop-Rauxel - Das Hilfsprojekt des Lensing Hilfswerks geht in die zweite Runde: "Wir helfen in Castrop-Rauxel" verteilt jetzt wieder 5000 Euro an drei Bildungsprojekte. Das sind die Gewinner 2018.

Die Kindertagesststätte St. Rochus, das Ernst-Barlach-Gymnasium und die Kita Regenbogen dürfen sich in diesem Jahr freuen: Sie haben den Förderpreis "Wir helfen in Castrop-Rauxel" gewonnen und können nun Projekte umsetzen, für die sonst das Geld gefehlt hätte. Das Lensing Hilfswerk hatte zum zweiten Mal nach 2017 5000 Euro für Bildungsprojekte in Castrop-Rauxel ausgeblobt. 2000 Euro gehen an das EBG und die Rochus-Kita, 1000 Euro an die Kindertagesstätte Regenbogen.

Die ausgewählten Projekte in der Übersicht:

St. Rochus Kindergarten: Die Kita hat seit ihrem Umzug in den Neubau an die Widumer Straße 21 im November 2017 zwar sehr schöne und funktionale Räume, aber die Außenfläche ist bisher nur notdürftig hergerichtet. Es gibt keinen Spielplatz, und der Kindergarten rechnet aufgrund der unklaren Bau-Situation im "Widumer Tor Projekt", das auch als Bildungscampus Süd firmiert, nicht mit einer Kita-gerechten Anlage in den nächsten zwei Jahren. Es gibt nur eine Wiese, zwei Sandkästen, zwei Holzpferde und zwei Fußballtore. Die Fläche vor der Kita ist gepflastert, dort können die Kinder immerhin mit Spielfahrzeugen ihre Spielfreude ausleben. Nun soll eine "bewegliche Bildungswerkstatt Spielplatz", so der Name des Projektes, entstehen: "In diesem Projekt haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Interessen und Befürfnisse umzusetzen. Sie gestalten ihren Spielplatz selbst", heißt es in der Bewerbung, "und der Spielplatz wird täglich ein anderes Bild haben." Sitzelemente, eine Baustelle mit Bauwagen (etwa 1500 Euro, so die Bewerbung), Verkleidungssachen, Schubkarren und anderen Baustellennutensilien sollen angeschafft werden. Für den Fahrbereich vor der Kita will die Einrichtung zudem Dinge zur Verkehrserziehung wie kleine Schilder und Spielampeln kaufen. Zudem sind weitere Anschaffungen wie Forscher-Materialien (Lupe und Co.), Bücher, Malmöglichkeiten am Zaun, Sandspielzeug (Eisdiele) und andere Dinge geplant.

Ernst-Barlach-Gymnasium: Die Ganztagsschule verfügt über eine Schulbibliothek, in der sich auch Schüler als Aufsicht engagieren. Für diese Bücherei sollen in der nächsten Zeit neue Computer und andere Materialien angeschafft werden. Denn von den fünf vorhandenen PC sind drei gar nicht mehr und zwei nur noch bedingt nutzbar, schreibt die Schule in ihrer Bewerbung für den Preis - dem Alter der Geräte geschuldet. "Die Bücherei ist ein Ort zum Entspannen, Lesen, Recherchieren und Lernen", heißt es in der Bewerbung weiter. In der zweiten Pause und der Mittagspause können Kinder sie nutzen und Bücher ausleihen. Auch im Unterricht werde die Bücherei von einzelnen Lerngruppen zum selbstangeleiteten Lernen genutzt. Auch die Integrationsklassen mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen und diejenigen mir Lese-Rechtschreib-Schwächen nutzen das Angebot. Dazu will die Schule weitere geeignete Materialien anschaffen. Auch für eine sorgsame Behandlung ist gesorgt - und zwar mithilfe von älteren Schülern: "In der Bücherei eingesetzte Jugendliche organisieren in Kooperation mit zwei Lehrerinnen die Ausleihe, geben Lesetipps, helfen jüngeren Schülern ggf. am PC und achten auf einen sachgemäßen Umgang mit den Materialien", heißt es in de Bewerbung.

Kindertagesstätte Regenbogen: Die Kita möchte das Projekt "Musikstrolche" in der Einrichtung umsetzen. Dazu kommt ab August 2018 eine Musikpädagogin in die Kita, die einmal in der Woche fünf verschiedene Gruppen der musikalischen Früherziehung leitet. Etwa acht Kinder in verschiedenen Altersklassen wird darin 45 Minuten lang die Freude am Musizieren vermittelt. Dabei sollen sie verschiedene Musikrichtungen und Tänze kennenlernen. "Alle Kinder sind musikalisch", heißt es in der Bewerbung der Kita. "Sie haben eine angeborene Fähigkeit zum Singen und zu rhythmischen Bewegung." Es sei wichtig, dass die Kinder mit der Vielfalt der Musik vertraut gemacht werden und sich sowohl musikalisch als auch persönlich weiterentwickeln können. Je früher das Kind an Musik herangeführt werde, umso nachhaltiger gelinge es, die von Natur aus vorhandene musikalische Veranlagung zu wecken und zu entwickeln.

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