Bücherbasar

Caritas entfacht unter Bücherfreunden das Sammelfieber

Castrop-Rauxel - Nicht weniger als 10.000 Bücher entfachten am Wochenende echtes Sammelfieber. Der Bücherbasar der Caritas erwies sich als Publikumsmagnet. Der Erlös ist für den ambulanten Hospizdienst bestimmt. Ein besonderes Buch wurde nicht angeboten. Das soll jetzt auf Ebay versteigert werden.

Tütenweise schleppten Lesefreunde ihre Fundstücke vom Caritas-Bücherbasar nach Hause. Schon vor Öffnung der Türen warteten die ersten Leseratten auf den Startschuss. Auf dem Parkplatz des Gemeindezentrums St. Lambertus harrten sie in ihren Autos aus, damit sie pünktlich um 10 Uhr auf Schatzsuche gehen konnten. Im Gemeindezentrum reihten sich gelesene Exemplare meterweise auf langen Tischen.

Jedes Buch geht für 1,50 Euro weg

Fein säuberlich nach Sachgebieten sortiert, buhlte die angebotene Lektüre um Käufer. Für nur 1,50 Euro wechselten die Exemplare den Besitzer. "Der Bücherbasar hat sich mittlerweile etabliert", sagte Veronika Borghorst, Vorständin des Caritas-Verbandes. Seit Donnerstag vergangener Woche haben Ehrenamtliche des ambulanten Hospizdienstes alle Bücher sortiert und auf die Tische gelegt. Eine Wahnsinnsaufgabe, die sich am Ende aber gelohnt hat. "Der Bücherverkauf hat im vergangenen Jahr etwas mehr als 2000 Euro gebracht. Ein ähnlicher Betrag wird auch jetzt wieder zusammen kommen", vermutete Veronika Borghorst. Mit dem Erlös wird der "Ambulante Hospizdienst Castrop-Rauxel" unterstützt.

Krimis waren beim Basar der absolute Renner. Aktuelle und auch etwas ältere Geschichten von Henning Mankell, Charlotte Link, Frank Schätzing oder Hakan Nesser waren schnell vergriffen. Aber auch Kinderbücher, Liebesromane und Chroniken lagen im Trend. "Ich habe im Frühjahr eine Radtour mit Freunden vor", erzählte Willi Holtkotte. Für eine passende Fahrradkarte und noch einige Schmöker musste Holtkotte nicht lange suchen.

Jeder Kunde hatte zehn Bücher im Gepäck

Obwohl die Sammlung des Antiquariats erst Anfang Januar in der Caritas-Geschäftsstelle, beim Deutschen Roten Kreuz an der Neptunstraße und in der Ickerner Markt-Apotheke begann, kam diese Riesenmenge an Büchern zusammen. Verena Kappen, Mitglied des Fördervereins Ambulanter Hospizdienst: "Unter zehn Büchern verlässt hier kaum jemand den Basar." Doch ein besonderes Buch landete nicht auf dem Büchertisch: Der in Leinen eingebundene Band über das Leben des Generalfeldmarschalls und Reichspräsidenten Paul von Hindenburg aus dem Jahr 1926. "Dieses Buch werden wir über Ebay versteigern," erzählte Veronika Borghorst.

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