Im Bürgerhaus

EBG-Ausstellung zeigt fantastische Welten

CASTROP. - Im Kunstunterricht der Jahrgangsstufen sechs bis zwölf sind am Ernst-Barlach-Gymnasium viele beeindruckende Werke entstanden. Ab Sonntag, 14. Januar, werden diese im Bürgerhaus an der Leonhardstraße ausgestellt. Mit ein wenig Glück springt für die Schüler dabei sogar noch etwas heraus.

Fantastische Welten, Porträts, Figuren, freie Kompositionen und vieles mehr können Besucher der Galerie im Bürgerhaus an der Leonhardstraße 4 ab Sonntag, 14. Januar, erwarten. Die Schüler des Ernst-Barlach-Gymnasiums haben mit Öl, Acryl, Druckgrafiken und Mischtechniken fast 70 Werke hergestellt, die auf den drei Etagen der Galerie nun ausgestellt werden. "Es ist beeindruckend, was für Werke dabei entstanden sind", sagt Kunstlehrer Jan Homeyer.

Bei den Bildern des 18-jährigen Antonio José Holstein aus der Jahrgangsstufe zwölf - zwei Werke aus Öl und Acryl zu den Themen "Joker" (bekannt aus den Batman-Filmen) und "Vietnam-Krieg" - hat der Schüler beispielsweise mit Fotografien gearbeitet. "Mit den Vorlagen wurden Kompositionsskizzen angefertigt, dann folgte die Untermalung", sagt Homeyer.

Im zweiten Stock der Galerie finden sich Bilder zum Thema "Stillleben" von Schülern der achten Klassen. Die wurden mit Kreidestiften angefertigt. So entstand unter anderem das Bild von einem Menü mit Burger und Pommes. Die Klassen zehn bis zwölf versuchten sich stattdessen auch an Abstraktionen. "Hier wurden die Formen aufgebrochen, es sind ganz eigene Werke entstanden", erklärt Kunstlehrer Homeyer.

Die Schüler saßen zum Teil bis zu drei Monate lang an ihren Bildern - doch die Arbeit könnte sich letztlich bezahlt machen. "Für jedes Bild gibt es eine Versicherungssumme, die wir allerdings noch bestimmen müssen", sagte Homeyer am Freitagmittag. Sollte ein Interessent diese Summe bezahlen wollen, könnten die Schüler mit ihren Bildern also sogar etwas Geld verdienen.

"Habe gar keinen Platz für meine Bilder"

Daran würde Antonio José Holstein Gefallen finden. "Ich habe ehrlich gesagt gar keinen Platz für meine Bilder, da die doch relativ groß geraten sind. Also warum nicht verkaufen?", so der 18-Jährige. Wobei er relativiert: "Ich kann mir derzeit gar nicht vorstellen, dass jemand daran Interesse hat."

Kunst ist zwar nicht eines seiner Leistungskurs-Fächer, somit liegt der Fokus in den kommenden Wochen woanders, doch die Kunst spielte für ihn schon immer eine Rolle. Kunstlehrer Jan Homeyer macht seinen begabten Schülern Hoffnung für die Zukunft: "Drei ehemalige Schüler von mir studieren nun freie Kunst, das macht mich natürlich etwas stolz."

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