Bürgerverein "Wir auf Schwerin" gegründet

Der fünfte Bürgerverein in Castrop Rauxel

SCHWERIN - Auf der Agenda von "Wir auf Schwerin" stehen der Adventsmarkt, ein Trödelmarkt und das Thema Spielplätze. Das Team möchte dem Verein einen besonderen Schwerpunkt geben.

Jetzt hat auch Schwerin einen Bürgerverein. "Wir auf Schwerin" möchte das Zusammenleben im Ortsteil fördern und ihn im sozialen und kulturellen Bereich weiter nach vorne bringen. Nach Ickern, Habinghorst, Merklinde und Deininghausen ist es der fünfte Bürgerverein in Castrop-Rauxel. Ein weiterer, in Rauxel, ist in Planung.

"Wir wollen gemeinsam die Lebensqualität bei uns auf Schwerin bewahren und verbessern", sagt Jürgen Wischnewski im Gespräch mit unserer Redaktion. Der 55-jährige Rechtsanwalt ist auf der Gründungsversammlung am Donnerstagabend zum Vorsitzenden gewählt worden. Seine Stellvertreter, so haben die 14 Gründungsmitglieder im Café Zuhause votiert, sind Katrin Lasser-Moryson, Martina Bergmann und Yasemin Dittrich.

Bürgerversammlung im September

Mitte September soll es eine Bürgerversammlung geben, auf der sich der Verein vorstellen wird und um weitere Mitglieder werben möchte. "Ganz wichtig ist uns zunächst das Sammeln von Ideen", sagt Wischnewski. Sie können auch gerne jetzt schon weiter gegeben werden. Dem überparteilichen Verein beitreten können Privatleute, aber auch juristische Personen, sprich weitere Vereine und Verbände. Orientiert hat sich "Wir auf Schwerin" an Erfahrungen und Stationen des Ickerner Bürgervereins.

Einen besonderen Schwerpunkt, erklärt Wischnewski, setze man bei Kindern, Jugendlichen und Senioren. Hausaufgabenhilfe könnte ein erstes Projekt werden. Auf der Agenda stehen bereits der Adventsmarkt auf dem Neuroder Platz, ein Kindertrödelmarkt, das Thema Spielplätze und eine Belebung des Neuroder Platzes mit Aktivitäten. Vielleicht auch eine Bacchus-Beerdigung, so wie sie früher lange Tradition war, und eine Weihnachtsbeleuchtung.

Auch der Bereich um den Hammerkopfturm könnte möglicherweise intensiver genutzt werden, überlegt Wischnewski. Den Bolzplatz dort nähmen Kinder kaum an. "Ganz wichtig ist uns der Austausch mit anderen Bürger- und Stadtteilvereinen", verdeutlicht Wischnewski. Auf lange Sicht wäre es schön, wenn der Verein eigene Räumlichkeiten finden könnte, sagt der 55-Jährige. Und erinnert sich an die "Neuroder Heimatstube", die einst Versammlungsstätte in der Geschäftszeile am Neuroder Platz war.

Beschäftigung mit der Geschichte

Zu seinem persönlichen Faible zählt die Beschäftigung mit der Geschichte, speziell hier auch auf den Ortsteil Schwerin bezogen, dem er seit 30 Jahren die Treue hält. "Wer da Anregungen hat, kann sie auch gerne an mich weiter geben", sagt er. Zunächst erledigt der Verein jetzt seine Hausaufgaben, die die Eintragung als Verein mit sich bringen. Auch eine Facebook-Gruppe soll kommen.

Zugute kommt dem jungen Verein der über lange Jahre beschrittene positive Weg der Initiative "Wir auf Schwerin" mit dem Aushängeschild Adventsmarkt, bei dem Vereine, Verbände und Privatleute erfolgreich zusammengearbeitet haben und den Erlös sozialen Zwecken zukommen ließen. Die Aktivitäten der Initiative sollen in die Arbeit des Vereins integriert werden, so Wischnewski. Ein Ersatz-Organ für die Stadtverwaltung sei der Verein nicht, stellt der Anwalt heraus, er könne auch nicht Versäumnisse von Bundes-, Landes- oder Kommunalpolitik kompensieren. "Aber wir können mithelfen, dass unser an sich doch homogener Stadtteil sich dank engagierter Bürgerinnen und Bürger positiv weiterentwickelt", erklärt Jürgen Wischnewski.

Zum Vorstand gehören außerdem Karin Bonk als Schatzmeisterin und Ann-Kathrin Bludau als Schriftführerin sowie mehrere Beisitzer.

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