Castrop kocht über löst weitgehend Zufriedenheit aus

So fällt die Ckü-Bilanz für 2018 aus

Castrop - Das heiße Wochenende mit "Castrop kocht über" ist vorbei. Ein Gast kam mit einer blutigen Nase davon. Die Gastronomen aber sind unterm Strich zufrieden. Nur einer wunderte sich etwas.

Fünf Tage lang gab es auf dem Marktplatz in Altstadt nur ein Thema: "Castrop kocht über". Die 28. Auflage war nicht nur gesegnet mit hochsommerlichem Wetter, auch die Gastronomen am Platz zogen am Montag ein positives Fazit zu der Traditionsveranstaltung.

Besonders viel Glück habe man mit dem Wetter gehabt, sagt Frank Philipp, der Pächter von Haus Hölter. Auch beim Umsatz ist Philipp mit seinem zweiten kulinarischen Gastspiel sehr zufrieden. "Bei mir gab es da ja noch relativ viel Spielraum für Wachstum", sagt er. Die größere Nachfrage habe ihn sehr gefreut.

Auch Rainer Schorer, Inhaber der Restauration im Parkbad Süd, zieht ein positives Fazit. "Das Wetter hat ja zum Glück gehalten. Wenn man sich anschaut, was zum Teil in der Umgebung los war, haben wir ziemliches Glück gehabt."

Überraschungen gab es für die alten Hasen unter den Gastronomen: "Interessanterweise waren der Donnerstag und der Samstag etwas schwächer als sonst", sagt Bubi Leuthold, der mit dem Stand seines Restaurants "Tante Amanda" nicht fehlen durfte. "Dafür war der Sonntag überraschend stark besucht."

Bühne vorne oder mittig?Etwas differenziert fallen die Meinungen bei der Position der Bühne aus: War sie 2017 noch zentral platziert worden, stand sie in diesem Jahr vor Kopf. "Das hat den Vorteil, dass alle Gäste von vorne zuschauen können", sagt Rainer Schorer, der beim Showkochen selbst auf dem Podium stand. "Mich haben die Bühnenkonzepte beide überzeugt", sagt Mareike Cremer, Geschäftsführerin vom Hotel Vienna House Easy Goldschmieding. Auch wenn die Musik für die Mitarbeiter des China-Restaurants Jade etwas lauter war: "Uns hat die Position der Bühne dieses Jahr besser gefallen", sagt Geschäftsführerin Chien Chegan. Die Musik gehöre schließlich dazu.

An der Musik, besonders ihrer Lautstärke, scheiden sich traditionell die Geister. Die einen wollen quatschen, für die anderen gehört eine ordentliche Beschallung dazu. Der Ansatz in diesem Jahr sollte beides bieten. "Wer es lieber etwas leiser haben wollte, konnte sich weiter nach hinten setzen", sagt Frank Philipp.

Beim von den Stadtwerken präsentierten Showkochen durfte sich das Team um die Vorsitzenden der fünf Stadtteilvereine über die Titelverteidigung freuen. Im vergangenen Jahr waren Marc Frese, Axel Bleck, Willi Müller und Andrea Arnken bereits erfolgreich. Damals mit fachmännischer Hilfe von Rainer Schorer. In diesem Jahr konnte das Team, verstärkt durch Katrin Lasser-Moryson und mit Hilfe von Jan Langer, dem Koch im Haus Goldschmieding, diesen Erfolg wiederholen. 28 von 30 möglichen Punkten gab die dreiköpfige Jury aus Ckü Gästen den Hobbyköchen. "Es bleibt natürlich ein freundschaftlicher Wettbewerb. Es geht in erster Linie um den Spaß", sagt Mareike Cremer.

Ordnungsamts-AufgabenMitarbeiter des Ordnungsamtes waren täglich ab dem Nachmittag auf dem Fest im Einsatz. "Bei Ckü war alles soweit in Ordnung", sagt Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann auf Nachfrage unserer Redaktion. Vermehrt Probleme habe es nach 22 Uhr gegeben. "Da mussten die Kollegen dann häufiger einschreiten. Es kam immer wieder zu Ruhestörungen", so Hilleringmann.

So waren die Ordnungshüter am Freitagabend mehrfach dienstlich am und im "1910" zu Besuch. Zunächst ging es eben um die Lautstärke. In der Nacht zu Samstag musste die Polizei dann um kurz nach drei zu einer etwas handfesteren Auseinandersetzung ausrücken. Vor dem Lokal war ein 23-Jähriger mit einer Gruppe Männer in Streit geraten, in dessen Verlauf er ins Gesicht geschlagen worden sein soll. "Der Mann hat gegenüber den Kollegen eingeräumt, dass er die Männer beleidigt hat", sagt Polizeisprecher Michael Franz. Der 23-Jährige war dem Atemalkoholtest der Polizei nach auch nicht nüchtern. Die Ermittlungen laufen.

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