Digi-Quartier

Wie kleine technische Helferlein das Leben für Senioren einfacher machen können

Das Digi-Quartier wird konkreter: Es gibt einen Termin, bei dem Menschen in Habinghorst und Umgebung einen Macher kennenlernen können. Er bietet konkrete Hilfe an, um sich selbst zu helfen.

Am Freitag, 22. März, treffen sich um 14 Uhr die Kleingärtner des Bezirksverbands Castrop-Rauxel/Waltrop zu einem Spiele- und Klönnachmittag im HadeBe, Lange Straße 51. Im Vorfeld, eine Stunde vorher schon, soll es nun einen interessanten Vortrag geben, der sich an dieselbe Zielgruppe richtet. "Wir sind von 13 bis 14 Uhr schon da", sagt Jan Erdmann. Der ist Quartiersmanager im Projekt Digi-Quartier für Habinghorst. Er will seine Arbeit vorstellen und dabei deutlich machen, warum sie für Senioren in Castrop-Rauxel relevant sein kann.

Beim Runden Tisch Habinghorst, bei dem sich die Akteure, die rund um die Soziale Stadt tätig waren und sind, ist diese konkrete Idee entstanden: "Wir sind dort mit Simone Dresen von den Kleingärtnern ins Gespräch gekommen", sagt Jan Erdmann. Sie kümmert sich um das monatliche Sonntags-Kaffeetrinken und um den neuen Spiel- und Klönnachmittag. Und genau dorthin will Erdmann seine Botschaften nun langsam aber sicher loswerden.

Zentral ist: "Wir wollen über kleine technische Hilfsmittel, die ein selbstbestimmtes Leben fördern können, informieren." Die Idee sei, dass man das mit bestehenden Angeboten vernetzen wolle. "Wir sind auf die Idee gekommen, dass wir eine Stunde vorher zum Digi-Quartier einladen", so Erdmann. 45 bis 60 Minuten Infoveranstaltung werden es sein, ehe es in den Spielnachmittag übergeht.

Der Spielenachmittag selbst ist laut Erdmann eine neue Veranstaltung, die beim letzten Mal noch nicht so gut besucht war. "Da wollen wir uns auch gegenseitig helfen", sagt er. "Beim Sonntagskaffeetrinken sind schon mehr Leute dabei."

Erste Infoveranstaltung mit einem Vortrag dieser Art

Für ihn sei das nach dem Projektstart im Herbst in Habinghorst die erste Infoveranstaltung mit einem Vortrag dieser Art. Es seien bald weitere Dinge geplant: ein Digitaltreff, also eine Sprechstunde zum Beispiel. "Das soll in ein paar Monaten losgehen", sagt Erdmann.

Wichtig ist: Alle Angebote im Projekt Digi-Quartier sind kostenfrei. Und es ist nicht nur für Habinghorster, "auch wenn wir in diesem Bereich schwerpunktmäßig tätig sind", so Erdmann. "Wir wollen Berührungsängste nehmen und vermitteln."

Moderne Technik sei nicht mehr so kompliziert, vieles sei inzwischen technisch so weit, dass man es intuitiv bedienen könne. "Es lässt sich leicht in den Alltag integrieren. Wenn ältere Leute das Internet nicht nutzen, dann, weil sie keinen direkten Nutzen darin sehen. Wir wollen Kleinigkeiten zeigen, die im Alltag anwendbar sind." Sei es eine Lichtleiste daheim, damit man nicht stürzt. Oder eine What'sApp-Gruppe auf dem Smartphone, um sich mit Freunden zum Kaffee zu verabreden.

"Wir wollen beim Vortrag aber grundsätzlich erst einmal unsere Arbeit vorstellen und die Leute nicht mit Infos erschlagen", so Erdmann. "Und so langsam im Quartier ankommen, dass die Leute von uns etwas mitbekommen."

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