Ehemaliger Friedhof

Die alten Grabsteine liegen in Henrichenburg immer noch herum

Henrichenburg - Die alten Grabsteine vom ehemaligen Friedhof an der Hedwig-Kiesekamp-Straße liegen immer noch einfach so rum und sind halb kaputt. Getan hat sich an dieser Stelle schon länger nichts.

Längst ist Gras gewachsen über die ehemaligen Grabenkämpfe, als vor zwei, drei Jahren hart gerungen wurde über den geplanten Kita-Neubau in Henrichenburg. Als insbesondere Leonore Schröder und Frank Boente mit ihren Petitionen an den Landtag dafür gekämpft hatten, den ehemaligen Friedhof an der Hedwig-Kiesekamp-Straße nicht für den Neubau vorzusehen. Auch die Gegenwehr in der Politik, allen voran von der FWI und den Linken, scheiterte.

Für den Henrichenburger CDU-Ratsherrn Josef Berkel ist die Sache aber auch seit der Eröffnung der neuen Kita im Sommer des vergangenen Jahres noch nicht vom Tisch. Im Zuge der Kritik an den Bauplänen an dem seit 1950 geschlossenen Friedhof hatte die Stadtverwaltung versprochen, dafür Sorge zu tragen, dass mit den alten Grabsteinen angemessen verfahren werden soll.

Liebloser Umgang der Stadt

Stattdessen seien sie zum Teil zerstört worden und lagerten immer noch lieblos auf dem Grundstück neben dem Kita-Areal, schimpft Josef Berkel. "Da kommt bei mir wirklich eine Stinkwut hoch", sagt er auf Anfrage unserer Zeitung. Und ähnlich lieblos, setzt er nach, gehe die Stadt auch mit der alten Burg Henrichenburg um. Das Bodendenkmal sei zur Wiese mit Hundehaufen mutiert. Berkel: "Könnte da nicht auch mal das WLT mit einem Theaterstück hinkommen oder Siedlerfeste dort veranstaltet werden, damit das Gelände aktiviert und aufgewertet wird?"

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