Einsatzkräfte ziehen Bilanz

Keine Verletzten in Castrop-Rauxel durch Sturm "Friederike"

CASTROP-RAUXEL. - Der Sturm "Friederike" ist Vergangenheit. Zeit, Bilanz zu ziehen. Die beste Nachricht: Wie die Feuerwehr am Freitag bestätigte, seien am Sturm-Donnerstag weder in der Bevölkerung noch bei den Einsatzkräften Verletzte zu beklagen gewesen. Einen kuriosen Fall gab es an der Habinghorster Straße.

Laut Florian Brandt vom Feuerwehr-Presseteam mussten die Einsatzkräfte der hauptamtlichen Wache und der fünf Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr insgesamt 46 Einsätze fahren. Brandt: "Kreisweit ist zwischendurch der Notruf 112 ausgefallen, sodass viele Alarmierungen über den Polizeiruf 110 zu uns weiter geleitet werden mussten."

Das bestätigte auch Ramona Hörst von der Kreispolizei: "Wir hatten Kollegen von der Feuerwehr bei uns sitzen, die dann die Anrufe entgegennehmen konnten." So hat die Polizei zwar knapp 50 Notrufe entgegengenommen, einige davon wären aber in das Aufgabengebiet der Feuerwehr übergegangen. Die Polizei sei hauptsächlich damit beschäftigt gewesen, Gefahrenstellen abzusperren.

Feuerwehr ordnete Einsätze nach Priorität

Angesichts der vielen Notrufe habe man hier vor Ort die Einsätze nach Prioritäten ordnen müssen, "darum sind wir bei manchen Einsätzen nach fünf Minuten vor Ort gewesen und bei manchen erst nach eineinhalb Stunden", so Feuerwehrsprecher Brandt zur Erklärung.

Insgesamt seien rund 85 hauptamtliche und freiwillige Feuerwehrfrauen- und -männer zum Einsatz gekommen, die vom Technischen Hilfswerk mit Verpflegung unterstützt worden seien. Etwa 50 umgestürzte oder gefährdete Bäume habe man bearbeiten müssen, dazu habe es jede Menge Straßenschilder, Dachpfannen und Ampelmasten erwischt.

Und auf dem Neubau des OP-Traktes am Evangelischen Krankenhaus hatten sich ganze Dachteile selbstständig gemacht. Die Wartburgstraße sei zwischenzeitlich an zwei Stellen komplett gesperrt worden, die Dortmunder Straße kurz vor der Stadtgrenze zu Dortmund halbseitig. Brandt: "Manche Autofahrer haben sich selbst von unseren mit Kettensäge arbeitenden Kollegen nicht beeindrucken lassen und sind einfach um die Bäume rumgefahren. An anderen Stellen gab es aber auch Fälle, wo uns Anwohner mit Speis und Trank versorgt haben."

Einen kuriosen Notruf gab es zu einem Einsatz an der Habinghorster Straße, wie Polizeisprecherin Ramona Hörst erklärt: "Beim ersten Anruf hieß es, dass dort ein Anhänger vom Wind umgestoßen wurde. Der zweite Anruf lautete dann: ?Der Wind hat den Anhänger wieder aufgerichtet.'"

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