Emscher-Umbau

Der Gestank der Emscher nimmt dank Regen wieder ab

Wenn es heiß wird, fängt die Emscher an zu müffeln. Regen hilft. An der Lösung des Problems arbeitet die Emschergenossenschaft aber weiter.

Der Regen sowie die nicht mehr ganz so hohen Temperaturen mindern die Geruchsbelästigung entlang der Emscher. Eine permanente, vom Wetter unabhängige Lösung für das Problem mit dem Gestank soll aber der Emscher-Umbau darstellen - vor allem mit der Inbetriebnahme des Abwasserkanals Emscher zwischen Dortmund und Bottrop Ende September wird der Fluss schrittweise immer sauberer und die Geruchsbelästigung weiter sinken.

Die Emscher ist im Bereich zwischen Dortmund-Mengede und Dinslaken, in dem sie auch durch die Castrop-Rauxeler Stadtteile Ickern, Henrichenburg, Habinghorst und Pöppinghausen fließt, immer noch ein offener Schmutzwasserlauf - und das bereits seit über 100 Jahren.

Verdünnung bleibt ausBesonders im Sommer, wenn es kaum regnet, steigt die Geruchsbelästigung. Da die Abwasserzuleitung gleich bleibt, entfällt durch den mangelnden Regen die Verdünnung der Emscher. Das bedeutet: Der Fluss führt weniger Wasser, jedoch mit einer erhöhten Abwasserkonzentration.

Die im Abwasser enthaltenen Schwefelwasserstoffe sorgen für den fauligen Eier-Geruch. Verstärkt wird dieser bei Hitzeperioden durch die Sonneneinstrahlung und logischerweise hohen Temperaturen. Besonders stark ist der Geruch dort, wo die Emscher bereits einen längeren Fließweg hinter sich hat, etwa unmittelbar vor den Kläranlagen Bottrop und Dinslaken-Emschermündung.

Eine dauerhafte Lösung soll her

"Regen und kühlere Temperaturen sind eine Wohltat gegen die Geruchsbelästigung. Damit aber niemand im Sommer Regentänze entlang der Emscher aufführen muss, arbeiten wir bei unserem Generationenprojekt Emscher-Umbau seit 1992 an einer dauerhaften Lösung", sagt Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft. "Neue unterirdische Abwasserkanäle verbannen den Schmutz und damit weitestgehend auch den Geruch unter die Erde."

Am Emscher-Hauptfluss wird die Emschergenossenschaft den neuen Abwasserkanal Ende September zunächst schrittweise zwischen Dortmund und Bottrop in Betrieb nehmen. In diesem Abschnitt, der auch Castrop-Rauxel einbezieht, wird die Emscher damit in den kommenden Jahren Stück für Stück sauberer und somit auch weniger müffeln. Auf der gesamten Länge bis Dinslaken wird der Abwasserkanal voraussichtlich 2021 in Betrieb gehen.

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