EvK-Palliativtag

Buchpreisträgerin Susann Pásztor liest aus Buch über Sterbebegleitung

Das Evangelische Krankenhaus lädt für den 7. Februar ins Castroper Wichernhaus zum ersten Castrop-Rauxeler Palliativtag ein. Susann Pásztor gibt dem Tag eine besondere Note.

Palliativarbeit, Sterbebegleitung sind Begriffe, unter denen sich Unbeteiligte nur vage etwas vorstellen können. Der erste Castrop-Rauxeler Palliativtag, veranstaltet am Donnerstag, 7. Februar, vom Evangelischen Krankenhaus im Wichernhaus, will sich diesem Thema auf besonders anschauliche Weise nähern, indem er eine Lesung von Susann Pásztor in den Mittelpunkt der Veranstaltung stellt.

Preisgekrönte Geschichte einer Sterbebegleitung

Die Gewinnerin des Evangelischen Buchpreises 2018 liest aus ihrem Roman "Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster". Darin erzählt sie mit Respekt, aber auch mit Humor die Geschichte einer Sterbebegleitung. Es ist ein Buch, das ausdrücklich nicht traurig stimmt, sondern vielmehr die Lust aufs Leben weckt.

Denn darum geht es bei Susann Pásztor. Ihre Heldin, die 60-jährige, unheilbar an Krebs erkrankte Karla, hat nämlich ganz eigene Vorstellungen von der Gestaltung der letzten Lebensphase, die ihr noch bleibt. Und die passt so gar nicht mit denen des frisch ausgebildeten Hospizhelfers Fred überein.

Mit ihrem Buch "Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster" habe die Autorin das Ritual der Sterbebegleitung öffentlich gemacht und der Gesellschaft einen Einblick in das Sterben von Menschen und in die Hospizbewegung gegeben, sagte Sabine Horn vom Hospiz- und Palliativ-Verband Baden-Württemberg in ihrer Laudatio bei der Preisverleihung im Jahr 2018.

Sie dankte Susann Pásztor für ihren "witzig-spritzigen und zugleich doch auch sehr leisen und feinfühlig charakterisierenden Roman", der sie zum Lachen und zum Nachdenken gebracht habe.

Kurzvorträge ergänzen das Programm im Wichernhaus

Umrahmt wird die Lesung von Kurzvorträgen, die informative Ergänzungen zum Thema Palliativarbeit bieten. EvK-Chefarzt Christoph Schildger stellt die Besonderheiten einer Palliativstation vor. Warum die Ehrenamtlichen eine so wichtige Rolle dabei spielen, das erläutert EvK-Seelsorger Andreas Brenneke.

Die Castrop-Rauxeler Allgemeinmedizinerin und Palliativärztin Dr. Esther Demski beschreibt, wie die palliative Versorgung zu Hause aussieht. Welche Bedeutung das Palliativ-Netzwerk Herne-Wanne-Eickel-Castrop-Rauxel in dieser Hinsicht hat, wird einer der Vertreter des Zusammenschlusses erklären.

Eröffnet wird die Veranstaltung mit einem Grußwort von Regina Kleff, Beigeordnete für Soziales in Castrop-Rauxel. Beginn ist um 17.30 Uhr, Einlass ab 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden zugunsten des Palliativ-Fördervereins sind willkommen. Ort der Veranstaltung ist das Wichernhaus, Brückenweg 30.

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