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Innerhalb einer Woche wurden an der Ohmstraße zwei Brandanschläge auf zwei Häuser verübt.

Feuer in Mehrfamilienhaus

Brandanschläge in Castrop-Rauxel - Keine Hinweise

Castrop-Rauxel - Nach dem zweiten Brandanschlag an der Ohmstraße in Castrop-Rauxel gibt es noch keine neuen Erkenntnisse. In der Nacht zu Mittwoch hatte es einen zweiten Anschlag gegeben - wenige Tage nach dem ersten. Wir haben mit der Staatsanwaltschaft und mit dem Hausbesitzer gesprochen.

Update Donnerstag, 16.33 Uhr:

Auch einen Tag nach dem Brandanschlag herrscht immer noch Rätselraten um das Motiv. Nach Auskunft von Polizeisprecherin Ramona Hörst hat sich kein einziger neuer Zeuge gemeldet, der Hinweisen zu den Anschlägen auf zwei benachbarte Reihenhäuser an der Ohmstraße geben konnte.

Wie der Dortmunder Pressestaatsanwalt Henner Kruse mitteilte, würde nach wie vor in alle Richtungen ermittelt. „Möglich ist vieles“, erklärte Kruse, ein Nachbarschaftsstreit ebenso wie fremdenfeindliche Hintergründe. An irgendwelchen Spekulationen, verdeutlichte Kruse, beteilige sich die Staatsanwaltschaft prinzipiell nicht.

Update 12.49 Uhr:

Safet Demirovec schüttelt den Kopf. „Ich habe keine Erklärung dafür“, erklärt der 46-Jährige Besitzer des Mehrfamilienhauses an der Ohmstraße.

Demirovec selbst hat gegen ein Uhr einen dumpfen Knall gehört. Seine Freundin, schildert er, sei zum Fenster gelaufen und habe Flammen gesehen. Er sei durchs Küchenfenster raus, weil der Weg durchs Treppenhaus von Flammen und Qualm versperrt gewesen sei. Mit einem Wasserschlauch aus dem Keller habe er das Feuer gelöscht.

Dabei hat der Mann selbst leichte Rauchvergiftungen erlitten – wie ein zweiter Bewohner des Hauses. Beide wurden in der Nacht kurz im Krankenwagen vor Ort behandelt. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter wie in der vergangenen Woche im Haus nebenan einen Brandsatz gegen die Tür geworfen haben. Vielleicht war es auch nur ein Einzeltäter. „Wir ermitteln wie im ersten Fall in alle Richtungen“, heißt es auf Anfrage. Wegen der Parallelität der beiden Anschläge sind die Ermittlungen nach Auskunft einer Polizeisprecherin zusammengelegt worden.

Der Staatsschutz ermittelt weiterhin, weil ein möglicher fremdenfeindlicher Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann. Demirovec ist gebürtig in Mazedonien, hat aber die deutsche Staatsbürgerschaft

Erstmeldung 9.09 Uhr:

Nach ersten, bisher unbestätigten Informationen haben Hausbewohner gegen 1 Uhr in der Nacht einen dumpfen Knall gehört. Anschließend habe der Eingang des Hauses an der Ohmstraße gebrannt. Wie bei dem ersten Anschlag wurde die Haustür des Gebäudes erheblich beschädigt. Zwei Menschen sollen eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten haben.

Den ersten Anschlag auf ein Haus an der Ohmstraße in Habinghorst hatte es in der Nacht zum 5. Dezember gegeben. Hausbesitzer Hüseyin Besirli hatte das Feuer gemeinsam mit Nachbarn gelöscht. Da ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann, hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen. Wir berichten weiter.

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