Förderverein Wildgehege

Dutzende Kinder feierten mit Damwild, Hirsch und Pfauen: 50 Jahre Wildgehege im Grutholz

50 Jahre Wildgehege Grutholz: Anlass für eine große Party? Ganz und gar nicht: Der Förderverein feierte das am Samstag ganz anders. Ganz natürlich. Er bekam viel, viel lobende Worte ab.

Schon von weitem war der laute Ruf des Pfaus im Grutholz zu hören. Wie eine Fanfare ertönte ein überlautes "Miau" durch den Wald. Schließlich war im Wildgehege am Samstag eine Menge los. Das Fest für Kinder, Eltern, Ehrenamtliche und die Tiere des Geheges zog viele Besucher an. Das tolle Wetter sorgte für einen wunderschönen Tag mitten in der Natur.

Das jährlich stattfindende Sommerfest war in diesem Jahr ein bisschen besonders: Seit genau 50 Jahren existiert das Wildgehege im Grutholz. Ein besonderes Programm gab es aber trotzdem nicht. "Das Fest ist nicht anders als sonst", gab sich Marianne Scheer bescheiden.

"Für die Kinder ist das hier einfach wunderbar", sagte Günter Albert. Der Frohlinder lobte das große Engagement der Vorsitzenden des Fördervereins. Das Wichtigste sei, Kindern den Spaß an der Natur zu vermitteln.

Bälle suchen wie ein Eichhörnchen die Nüsse

Richtig gemütlich war es auf dem Hauptplatz, mitten im Wildgehege. Nach Lust und Laune konnten sich die Kinder an Stationen austoben und ihre Geschicklichkeit testen. Auf einer Slackline, einem schmalen Band, das zwischen zwei Bäumen gespannt war, balancierten schon die kleinsten Kinder. In einem riesigen Heuhaufen galt es, bunte Bälle zu finden. Wie ein Eichhörnchen das seine Nüsse im Waldboden vergraben hat, fühlten sich die Kinder.

Doch die größte Attraktion waren die Tiere. Thomas und Marius verkauften für 50 Cent Päckchen mit Tierfutter. Mais und andere Körner schmeckten dem Damwild und den Hirschen gut. Keine Scheu zeigten die Waldtiere gegenüber den Kindern. Umgekehrt sah es bei den Kleinsten manchmal ein bisschen anders aus.

Am tollsten ist, wenn die Paten im Wald übernachten

Die beiden Zehnjährigen Thomas und Marius fühlen sich dem Wildgehege richtig verbunden. Jahrelang machen sie schon als Tierpaten mit. "Es macht ganz viel Spaß, die Rehe zu füttern und sich um sie zu kümmern", sagte Marius. Am tollsten sei es, im Wald zu übernachten. Das ist eine der Aktionen, die jedes Jahr mit den Tierpaten veranstaltet wird.

"Für mich ist das Schönste, dass die Kinder so viel Spaß an der Natur haben", sagte Marianne Scheer. Und schon eilte sie zum Mikrofon, um den vielen kleinen Tierpaten eine Urkunde für ihre Arbeit zu überreichen. "Das macht die Kinder richtig stolz", erklärte sie. Außerdem entwickelten sie im Umgang mit den Tieren und der Arbeit im Wildgehege ein besonderes Gespür für die Verletzlichkeit des Waldes und der Natur.

Immer wieder wurde sie von begeisterten Gäste angesprochen und für ihre Arbeit gelobt. Günter Albert, der mit Enkelin Lea gekommen war, freute sich auch darüber, dass er beim Aktionstag am Samstag so viele Familien traf. "Das ist hier auch ein Ort, um Leute zu treffen", sagte er. Richtig Spaß mache es auch, mit Lea im Herbst Kastanien und Eicheln zu sammeln, um sie dann im Grutholz als Tierfutter abzuliefern.

Die anderen Gäste nahmen die Gelegenheit wahr, bei Kaffee und Kuchen oder einem Bratwürstchen gemütlich im Wald zu sitzen und dem bunten Treiben zuzusehen.

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