Freibad

Der erste Schwimmer der Freibad-Saison sprang um 7.30 Uhr ins Wasser im Parbad Nord

Jürgen Wittberner ist infiziert vom Frühschwimmen. Am Samstag startete die Saison im Parkbad Nord und er war dabei. Doch warum sollte man schon vor dem Frühstück einen Kilometer schwimmen?

Jürgen Wittberner war der erste, der sich zum Start der Freibadsaison 2019 im Parkbad Nord in die Fluten stürzte. "Ich habe mich schon richtig darauf gefreut", entfuhr es ihm. Der Frohlinder ist erst im vergangenen Jahr auf den Geschmack gekommen. Seitdem schwimme ich jeden Samstag und jeden Sonntag 1000 Meter, bevor der Tag so richtig losgeht." 20 Bahnen schwimmt er dann, um auf einen Kilometer zu kommen. "Ich bin sehr froh darüber, dass die Stadt Castrop-Rauxel uns so eine tolle Möglichkeit bietet", fügte er an.

Passend zur Eröffnung strahlte auch die Sonne vom Himmel. Fast 20 Grad zeigte das Thermometer bereits um halb acht. Mit der Sonne kamen auch die ersten 25 Frühschwimmer.

Geschwommen wird auch bei schlechtem Wetter

"Wir sind hier eine richtige Gemeinschaft", erklärten Annelie Bugla und Elfi Zimmermann. "Ein bisschen Fitness und ein bisschen Unterhaltung", zählten die beiden Schwimmerinnen auf, seien die Gründe für ihren täglichen Besuch im Freibad. "Wir Frühschwimmer kennen uns ja alle", verriet Bugla. Zwar kenne man nicht jeden mit Namen. Aber die 50 bis 100 Gäste, die täglich ins Freibad kommen, sehen sich jeden Tag. Dass die Schwimmer auch bei schlechtem Wetter nicht auf ihre Runden im klaren Wasser verzichten, ist Gesetz. "Wir sind doch keine Schönwetterschwimmer", stellte Elfi Zimmermann klar. Schließlich gibt es nach dem Bad auch noch eine Tasse Kaffee. Eine willkommene Gelegenheit, um noch ein wenig zu plaudern.

Damit bei so viel Begeisterung auch niemand zu Schaden kommt, haben die Bademeister längst, noch vor dem Start um 7.30 Uhr, ihre Plätze eingenommen. Quer vom Beckenrand saß Florian Müller, um das Geschehen im Pool zu beobachten. "Ich mag meinen Job", sagte er. "Schwer zu sagen, ob es im Hallenbad oder im Freibad schöner ist." Nach kurzem Überlegen sind sich Müller und sein Chef, Heinz Schäfer, jedoch einig: Die Freibadsaison ist ein kleines bisschen schöner. Draußen macht die Arbeit eben doch etwas mehr Spaß. "Die Gäste sind hier wirklich alle nett", verriet Müller. "Wir versuchen auch ein vernünftiges und offenes Verhältnis zwischen uns und den Gästen aufzubauen." Das genau ist es auch, was die Besucher ausdrücklich lobten. "Wir sind hier eine richtig kleine Familie", merkte ein Besucher an.

Mit sechs Geschwistern im Freibad

Das bestätigte auch Gerda Wedekind. "Ich komme schon seit meiner Kindheit regelmäßig", erzählte sie. Früher mit ihren sechs Geschwistern, dann mit ihren beiden Söhnen und heute mit ihrer Gemeinschaft. Eine Erkältung sei ihr einfach fremd, verriet die langjährige Stammkundin.

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