Fridays for future

Umweltdemo findet diesmal bewusst außerhalb der Schulzeit statt

Die "Fridays for future"-Demos gehen in Castrop-Rauxel an diesem Freitag in die zweite Runde. Mit der Demo in den Ferien wollen die Schüler auch Kritik entgegenwirken.

Seit Monaten gehen weltweit Schüler auf die Straße, um für das Klima zu streiken. Bislang fanden diese "Fridays for future"-Demos zumeist während der Schulzeit statt. Am Freitag, 26. April, gibt es in Castrop-Rauxel nun auch eine Protestaktion außerhalb der Schulzeit.

Den Zeitpunkt in den Ferien hat das Orga-Team überlegt gewählt. Denn von vielen Seiten - auch aus der Politik - gab es Kritik daran, die Demos in die Schulzeit zu legen. Die Vorwürfe lauteten: Zu viel Unterricht falle dadurch aus und viele Schüler nähmen nur an den Aktionen teil, um nicht in die Schule zu müssen. Der Klimaschutz stehe dabei nicht im Vordergrund.

Wie viele Teilnehmer kommen diesmal?

Mit der zweiten Demo will das Castrop-Rauxeler Orga-Team zeigen, dass das nicht stimmt. Und viele Schüler sich auch dann für die Umwelt engagieren, wenn sie ihre Freizeit dafür "opfern" müssen. "Wir können aber schlecht einschätzen, wie viele diesmal wirklich kommen", sagt Mitorganisatorin Lilli Meister.

Beim letzten Mal engagierten sich fast 500 Teilnehmer - Schüler und Erwachsene. "Dieses Mal konnten wir aber nicht so gut informieren", sagt Meister. "Wegen der Ferien konnten wir nicht gezielt in die Schulen gehen und Bescheid geben." Werbung für die Protestaktion laufe diesmal vor allem über die Sozialen Netzwerke.

Am Donnerstag treffen sich die etwa 15 aktiven Mitglieder des Orga-Teams, um Plakate zu gestalten. Denn nach der vergangenen Demo hätten die meisten Teilnehmer ihre Plakate als Andenken mit nach Hause genommen.

Die Demo-Teilnehmer treffen sich dann am Freitag um 12 Uhr am Castroper Marktplatz. Von dort aus gehen sie gemeinsam zum Rathaus und wieder zurück.

Wie geht es in Zukunft mit den Demos weiter?

Gibt es auch schon konkrete Pläne für die nächsten Monate? "Wir werden auf jeden Fall dranbleiben", sagt Lilli Meister. Es soll aber nicht jeden Freitag eine Castrop-Rauxeler "Fridays for future"-Demo geben. "Dafür ist Castrop-Rauxel einfach zu klein. Wenn wir das jede Woche machen, kommen am Ende nicht mehr so viele Teilnehmer", so Meister.

Es sei besser, dafür in die umliegenden, größeren Städte wie Dortmund und Bochum zu fahren und dort an den Demos teilzunehmen. "Eine große Demo ist besser als viele kleine", sagt Meister.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Närrisches Geheimnis ist endlich gelüftet - das ist das neue Prinzenpaar der Stadt Oer-Erkenschwick
Närrisches Geheimnis ist endlich gelüftet - das ist das neue Prinzenpaar der Stadt Oer-Erkenschwick
Bildergalerie und Video: So liefen die Martinsumzüge in Herten
Bildergalerie und Video: So liefen die Martinsumzüge in Herten
Tagesmütter-Protest in Marl hat Erfolg - Politiker nehmen alle Kürzungen zurück
Tagesmütter-Protest in Marl hat Erfolg - Politiker nehmen alle Kürzungen zurück
Bürgermeister aus Haltern will Landrat werden – überregional bekannt wurde er durch die Germanwings-Katastrophe
Bürgermeister aus Haltern will Landrat werden – überregional bekannt wurde er durch die Germanwings-Katastrophe
Plötzlich hagelt es Gelbe Karten für die DJK Spvgg. Herten II
Plötzlich hagelt es Gelbe Karten für die DJK Spvgg. Herten II

Kommentare