Fußball-Regionalliga West

Dieser Habinghorster kickt mit den Profis des 1. FC Köln

Castrop-Rauxel. - Im vergangenen halben Jahr ist für den Habinghorster Fußballer Chris Führich viel passiert; etwa der Wechsel aus der A-Jugend-Bundesliga von RW Oberhausen in die U21 des 1. FC Köln. Dort spielt er zwar Regionalliga, trainiert aber auch mal mit den Profis. Wie ist das? Wir sprachen ihn im Interview.

Herr Führich, 18 Einsätze in der Regionalliga, zwei Tore und fünf Vorlagen. Das kann sich für die erste Hinserie sehen lassen, oder?

Mit den Einsatzzeiten bin ich jedenfalls sehr zufrieden. Es hätte aber ruhig noch das ein oder andere Tor oder Vorlagen mehr werden dürfen.

Woran lag das?

Am Anfang hat noch das Quäntchen Glück gefehlt. Da hatte ich wirklich ein paar große Chancen auf dem Fuß, die ich einfach machen muss.

Zeit für einen Vergleich. Wo liegen die größten Unterschiede zum Juniorenfußball?

Besonders in der Spielgeschwindigkeit. Auch die körperliche Spielweise ist ein großer Unterschied. Viele unterschätzen den Sprung aus der A-Jugend-Bundesliga, auch wenn es auf "nur" in die Regionalliga geht.

Diese ist mit Vereinen wie RW Essen, Alemannia Aachen oder dem KFC Uerdingen prominent besetzt. Wie ist es, vor großer Kulisse zu spielen?

Zu Beginn war ich wirklich nervös. Das legt sich aber im Spielverlauf. Dann genießt man es nur noch. Vor so vielen Fans zu spielen, ist eine sehr coole Erfahrung.

Wie ist denn das Feedback von Trainern und Verein an sich? Welche Perspektiven bietet Ihnen der 1. FC Köln?

Die Rückmeldung vom Klub war von Anfang an sehr positiv. Seit zwei Wochen darf ich nunmehr mit den Profis trainieren.

Besteht die Möglichkeit, dass Sie bald auch in der Bundesliga auflaufen?

Durch die ganzen Verletzungsprobleme bei den Profis ist diese Tür natürlich für mich ein wenig aufgestoßen worden. Es zeigt aber auch, dass man mit meiner Leistung, die ich zeige, sehr zufrieden ist.

Was muss denn passieren, damit wir Sie wirklich spielen sehen?

Ich denke, das hat vor allem mit den jeweiligen Spielverlauf zu tun. Dann muss der Trainer mir in diesem Moment vertrauen und die Chance geben.

Vor 14 Jahren waren die Kölner in einer ähnlichen Phase im Abstiegskampf. Dann kam plötzlich ein gewisser Lukas Podolski zu den Profis. Das wäre doch ein prima Vorbild, oder?

Den Traum, so in seine Bundesliga-Karriere zu starten, hat wohl jeder Nachwuchsprofi. Es ist eine einmalige Chance, befreit aufzuspielen und so vielleicht die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Zurück zur Regionalliga: Die FC-Reserve steht auf einem Abstiegsplatz. Was muss sich ändern, damit die Mannschaft doch noch die Klasse halten kann?

Seit dem Trainerwechsel gab es nochmals einen neuen Aufwind. Wir haben noch ein Spiel weniger gegen den direkten Konkurrenten. Wenn wir das gewinnen, stehen wir wieder über dem Strich.

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