Gehölzarbeiten

An der Emscher soll die Sicht auf den Fluss freigeschnitten werden

Castrop-Rauxel - An der Emscher wird schwer ausgelichtet. Überalterter Gehölzbestand soll auf 8,7 Kilometern zwischen Wasserkreuz und der Bochumer Straße in Herne geschnitten werden.

Ende 2020 wird das Hauptanliegen des Emscher-Umbaus, die Befreiung der Emscher und ihrer Nebenläufe von Schmutzwasser, weitestgehend erreicht sein. In der Schlussphase geht es nun auch darum, dieses riesige Projekt entsprechend zu präsentieren. Ursprünglich wollte man dies mit einer Landesgartenschau tun. Doch die Emscherregion scheiterte damit, bekam keinen Zuschlag. Nun soll das im selbst gesteuerten Projekt "Emscherland 2020" passieren. Dabei kooperieren die vier Kommunen Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne und Herten mit der Emschergenossenschaft und dem Regionalverband Ruhr.

Geld aus EFRE-Förderprogramm genehmigt

Gemeinsam hat man sich um Mittel aus dem EFRE-Förderprogramm "Grüne Infrastruktur NRW" beworben. Für das alle vier Städte verbindende Vorhaben "Emscher-Promenade" hat die Emschergenossenschaft nun eine Förderempfehlung erhalten.

Diese Fluss-Promenade soll laut Ilias Abawi von der Emschergenossenschaft ein zentraler Baustein zur Erschließung der in Zukunft naturnahen und abwasserfreien Emscher sein. Abawi: "Mit dem nun anstehenden Gehölzrückschnitt wird diese künftige Promenade maßgeblich vorbereitet." Im mittleren Bereich der künftigen Emscher-Promenade, also zwischen dem Wasserkreuz in Castrop-Rauxel und der Bochumer Straße in Herne, also auf Castrop-Rauxeler Gebiet zwischen Henrichenburg und der Stadtgrenze in Pöppinghausen, führt die Emschergenossenschaft jetzt Arbeiten zur Verjüngung und Regulierung des zum großen Teil überalterten Gehölzbestandes durch.

Sichtfenster zum Fluss öffnen

Auf etwa 8,7 Kilometern entlang der Emscher-Strecke soll laut Abawi "pilothaft gezeigt werden, wie im Rahmen von Pflegemaßnahmen ein attraktiver Grünzug an der Emscher entstehen kann." Mit behutsamen Gehölzschnittmaßnahmen und der Freistellung vorhandener wertvoller Feldgehölze und Bäume solle die Sichtbeziehung zur Emscher wiederhergestellt und so eine Nähe und Erlebbarkeit des Flussraumes geschaffen werden.

Auf etwa einem Drittel der Gesamtstrecke zwischen dem Wasserkreuz und der Bochumer Straße sollen die dichten Säume geöffnet und dort, wo künftig neue Aufenthalts- und Erholungsräume entlang der Emscher-Promenade entstehen, Sichtfenster auf den Fluss geschaffen werden.

Die geplanten Auslichtungs- und Rückschnittarbeiten sind laut Abawi auf Grundlage einer Artenschutzprüfung mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt.

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