Geschwindigkeitsmessung

Schüler zeigen Rasern die Rote Karte auf der Frohlinder Straße

Mit sieben Stundenkilometern mit dem Auto unterwegs zu sein, ist gar nicht so einfach. In vielen Spielstraßen halten sich die Autofahrer aber nicht daran, wie die Spielraumforscher beweisen.

Steter Tropfen höhlt den Stein: Ein uraltes Sprichwort gilt hier noch immer. Wobei es hier um das Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) geht. Die Spielraumforscher, ein Team mit sieben Kindern, misst mal wieder Geschwindigkeit in einer Spielstraße.

Es geht darum, Autofahrern, anderen motorisierten Verkehrsteilnehmern, vielleicht sogar Radfahrern, bewusst zu machen, Rücksicht zu nehmen und sich an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit zu halten. Die beträgt sieben km/h. Vom Gefühl her also ziemlich wenig.

Sieben Spielraumforscher zeigen Rote Karten

Auch die Polizei und der Verkehrsexperte der Stadt vom Ordnungsamt, Achim Waldert, sind auf der Frohlinder Straße mit dabei. In Höhe der Franziskuskirche kontrollieren die sieben Spielraumforscher. Moritz Overmeyer, Max Volke, Tobi Brenk, Lea Beneke, Johanna Vierhaus, Charlotte Stockamp und Mika Walkowiak wechseln sich ab. Beim Anhalten und Sprechen und beim Verteilen von Gummbärchen und symbolischen Roten Karten.

Bernd Steingaß erklärt, wie so ein Messgerät funktioniert. Und dass Fahrer, die unter 15 km/h unterwegs sind, nicht angehalten werden. Martina Rosenberger kommt in ihrem Auto angezuckelt und erntet Lob. Die Chefin eines Pflegedienstes weiß, worauf es ankommt. "Mehr Rücksicht zu nehmen", sagt sie. Die Messaktion auf Schwerin ist schon die neunte in Folge. Jedes Jahr geht es woanders hin.

Die Aktion wird regelmäßig durchgeführt

Auch davor hat es schon solche Aktionen des KiJuPa gegeben. "Aber eben nicht mit dieser Regelmäßigkeit", sagt Teamchef Michael Goerke. Und es sei eben wichtig, ins Bewusstsein zu transportieren, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung in Spielstraßen absolut berechtigt sei.

Die Polizei darf übrigens auch schätzen und muss nicht messen, ob jemand zu schnell unterwegs ist. Auch das erklärt Steingaß den Kindern. Als besonders problembehaftete Spielstraßen gelten in Castrop-Rauxel zum Beispiel der Brendick in Henrichenburg, wo es schmal ist und an Parkplätzen mangelt, und am Messenkamp in Castrop, wo es immer wieder Beschwerden über zu schnell fahrende Autofahrer bei der Stadt gibt.

An diesem Aktionstag hält sich das Ergebnis in etwa die Waage. Die Hälfte ungefähr fährt zu schnell, die andere verhält sich regelkonform. Zerknirscht sind die Erwischten, die anderen freuen sich.

Ein Umstand, der an dieser Stelle an der Frohlinder Straße charakteristisch ist, spielt am Messtag übrigens keine Rolle. Das ist die Verkehrsführung, bei der die Autofahrer, die von der Grimbergstraße kommen, nach links auf die Fahrbahn müssen, weil die rechte Fahrbahn allein dem Bus reserviert ist. Also die im Volksmund so genannte Hans-Ettrich-Gedächtnisschleife missachten. "Wir wissen, dass sich die Autofahrer vielfach nicht dran halten", sagt Bernd Steingaß.

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