Gewerkschaft Verdi kündigt Warnstreiks an

Busse in Castrop-Rauxel bleiben am Dienstag im Depot

Castrop-Rauxel - Wer am kommenden Dienstag (20. März) mit dem Bus fahren muss, sollte seine Termine besser auf Mittwoch verschieben - oder das Auto nehmen. Die Gewerkschaft Verdi hat am Donnerstag für alle öffentlichen Verkehrbetriebe in Castrop-Rauxel einen Warnstreik angekündigt. Das sagen die Busgesellschaften.

Wer am kommenden Dienstag mit dem Bus fahren muss, sollte seine Termine besser auf Mittwoch verschieben - oder das Auto nehmen. Die Gewerkschaft Verdi hat am Donnerstag für alle öffentlichen Verkehrbetriebe in Castrop-Rauxel einen Warnstreik für den ganzen 20. März über angekündigt.

Das sagen aktuell die öffentlichen Verkehrsgesellschaften:

"Wir gehen davon aus, dass keiner unserer Busse das Depot verlassen wird", sagt Norbert Konegen, Pressesprecher der Vestischen Straßenbahnen, auf Nachfrage der Redaktion. Ähnlich sieht es bei den Straßenbahnbetrieben Herne-Castrop-Rauxel (HCR) aus, die ebenfalls über den ganzen Tag keine Fahrgäste befördern wird. "Auch die Kundencenter werden am Dienstag geschlossen bleiben", sagt HCR-Sprecher Dirk Rogalla. "Wir bitten um Verständnis."

Die Busse und Bahnen der Bochumer und Gelsenkirchener Straßenbahnbetriebe Bogestra werden am Dienstag voraussichtlich auch nicht fahren. Das betrifft zusätzlich die Fahrten durch Fremdunternehmen, die sonst im Auftrag der Bogestra unterwegs sind. Aufgrund des Warnstreiks entfallen sowohl die Mobilitätsgarantie als auch das Pünktlichkeitsversprechen; und auch die Kundencenter der Bogestra werden geschlossen bleiben.

"Wir haben von Verdi bisher noch keine offizielle Ankündigung eines Warnstreiks erhalten", sagte Britta Heydenbluth, Pressesprecherin der Dortmunder Stadtwerke, am Donnerstagnachmittag. Ob auch die Fahrzeuge der DSW21 am Dienstag stehen bleiben, war also noch nicht klar.

Das steckt hinter dem Warnstreik:

Hintergrund der Warnstreiks ist das Ende der zweite Runde der Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst. Sie blieben am Montag und Dienstag ohne Ergebnis. Deswegen kündigte Verdi Donnerstag neue Warnstreiks noch vor Ostern an.

Die Gewerkschaft fordert eine Gehaltserhöhung von sechs Prozent, mindestens aber 200 Euro, auch damit der Öffentliche Dienst als Arbeitgeber attraktiv bleibt. Die Arbeitgeberseite lehnt die Forderungen bisher ab. Die nächste Verhandlungsrunde in Potsdam ist für den 15. und 16. April vereinbart.

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