Gourmet-Safari

Kulinarischer Altstadtbummel überzeugt und überrascht gleichermaßen

Der kulinarische Altstadtbummel der Gourmet-Safari war am Mittwochabend das Kontrastprogramm zu den Halloween-Feten in der Stadt. Aber nicht alle der fünf Gänge überzeugten die Gäste.

Hungrig wanderten sie am Mittwochabend wieder durch die Altstadt: die Teilnehmer der Castroper Gourmetsafari, die mittlerweile für den Halloween-Abend fest im Terminplan der Castroper steht. Die dritte Runde war traditionell wieder nicht so gut besetzt, die beiden ersten Runden um 18 und 19 Uhr aber wie gewohnt ausgebucht. "Wir haben in der dritten Runde nur Wiederholungstäter", sagte Goldschmieding-Chefin Mareike Cremer. Und so kannte man die meisten Gesichter der intimen 20-Uhr-Runde.

Aperitif und Vorspeise im herbstlich dekorierten Haus Goldschmieding waren gewohnt lecker. Die gebratene Wachtelbrust überzeugte auf ganzer Linie - innen schön rosa und butterzart. Balsamicolinsen und Selleriecreme passten hervorragend - nur die Scheibe Weißbrot hätte es nicht gebraucht. Der heiße weiße Glühwein - der erste in diesem Jahr - passte zum Herbstwetter, war schön süß und schmeckte durch den Honig richtig gesund.

Eigens komponierte Musik zur Suppe

Weiter ging es in der Kulisse. "Ich warte auf meine heiße Suppe und neben mir sitzt eine scharfe Puppe", tönte das eigens für diesen Abend und passend zum Zwischengang komponierte Lied vom Klavier. Die Parmesan-Chili-Suppe war lecker, die Weinbegleitung passte.

Bester Gang des Abends: Kalbsschulter im 1910

Als die Gläser leer waren, wartete schon der nächste Zwischengang im 1910 am Markt - der Weg war also ein kurzer. Die geschmorte Kalbsschulter auf Allerlei von der Zwiebel sollte das Highlight des Abends werden, da waren wir uns am Tisch alle einig.

Auch die Weinempfehlung, ein 2012 Pinot Noir Select vom österreichischen Weingut Wieninger, überzeugte auf ganzer Linie. Auch im gemütlichen 1910 wäre man gerne noch länger, auf das ein oder andere Glas Wein, sitzen geblieben.

Hauptgang überrascht mit gewagter Gnocchi-Variation

Der Spaziergang zum Parkbad Süd bereitete uns auf den Hauptgang vor. Der überraschte - und schmeckte wahrlich nicht allen. Denn die Jagdherren-Gnocchi entpuppten sich als Gnocchi mit cremiger Blutwurst - gewagt. Viele Gäste klaubten nur den Zander, der obenauf lag, herunter und ließen Blutwurst und Co. übrig. Blutwurst zu servieren ist mutig, kann man aber machen, sollte man nur vorher ankündigen. Was vor allem störte, war die Konsistenz. Denn die war bei allen Komponenten auf dem Teller gleich, etwas Krosses, Bissfestes fehlte. Schade!

Zigarre aus Schokolade

Im Café Residenz gab es dann wie immer den krönenden Abschluss. Das Dessert Don Escobar sah optisch wieder klasse aus, die Schokozigarre überzeugte auch geschmacklich mit leckerer Mousse und einem Cognac-Karamell-Kern.

Über die weiße Mousse von der Tonkabohne ließ sich streiten. Fad, sagten die einen, erinnert geschmacklich an Waschpulver die anderen. Schon die Schoko-Zigarre war so groß und mächtig, dass der süße Zahn ordentlich gefüllt war. Beim Rausgehen nahmen wir noch Glühweintrüffel für den Heimweg mit - absolut zu empfehlen!

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