Gute Konjunktur

Arbeitslosigkeit in Castrop-Rauxel sinkt auf nur noch 8,1 Prozent

Ein Ende des Konjunkturhochs ist laut Agenturchef Stefan Bunse nicht zu erkennen. Darum könnte die Arbeitslosenquote im Frühjahr in Castrop-Rauxel noch unter die 8-Prozent-Marke sinken.

Das sind doch mal gute Nachrichten zum Ende der Woche. Die Arbeitslosigkeit hat im Kreis Recklinghausen im März dieses Jahres einen neuen Niedrigrekord erreicht. Dieser Trend zeigt sich auch in Castrop-Rauxel. "Es war aber zu erwarten, dass die Arbeitslosigkeit im März sinkt", sagt Stefan Bunse, Leiter der Agentur für Arbeit Castrop-Rauxel.

So liegt die Arbeitslosenquote in Castrop-Rauxel bei 8,1 Prozent, im Vormonat waren es 8,2 Prozent. Im Vorjahreszeitraum lag die Arbeitslosenquote noch bei 9,3 Prozent. Und: Bislang gebe es keinerlei Anzeichen für eine Konjunkturdelle. Auch für das restliche Frühjahr ist Stefan Bunse optimistisch. "Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass die Arbeitslosenquote in den kommenden Monaten noch auf unter acht Prozent sinkt." Aktuell sind in Castrop-Rauxel 3174 Männer und Frauen arbeitslos. Im Vorjahreszeitraum waren es 396 mehr.

Entwicklungen um den Brexit müssen abgewartet werden

Auch für das restliche Frühjahr ist Stefan Bunse optimistisch. "Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass die Arbeitslosenquote in den kommenden Monaten noch auf unter acht Prozent sinkt." Einzige Gefahr, die noch nicht kalkulierbar ist, ist der drohende Brexit. "Wir müssen abwarten, wie sich die Geschehnisse in der Welt, vor allem in Großbritannien, entwickeln", so Bunse.

Es gebe zwar keine Übersicht, wie eng die Castrop-Rauxeler Unternehmen mit dem Königreich auf der Insel zusammenarbeiten, NRW sei aber tendenziell eher eng vernetzt mit englischen Firmen. "Da würde es mich schon wundern, wenn der Brexit spurlos an uns vorbeigeht", so Bunse. Umso wichtiger sei es, dass sich immer wieder Firmen neu in Castrop-Rauxel ansiedeln.

Gutes Indiz für die stabile Konjunktur sei ein steigender Bestand an offenen Stellen. "Das spricht ja nicht unbedingt für Stellenabbau, ganz im Gegenteil", sagt Bunse. Gefragt sind vor allem Berufe, die schon immer da waren. Freie Stellen gibt es in der Gesundheitsbranche, in der Logistik, im Handwerk und als Kraftfahrer. Auch in diesen Berufe gebe es aber im Zuge der Digitalisierung Veränderungen. "Wir versuchen, unsere Kunden auf solche Entwicklungen vorzubereiten, um nicht mittelfristig am Arbeitsmarkt abgehängt zu werden", so Bunse.

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