Haushalt 2019

Es gibt mehr Geld für den evangelischen Kirchenkreis

Für das Haushaltsjahr 2019 gibt es für die Evangelischen Gemeinden eine gute Finanzbotschaft. Das wird sich in den kommen Jahren aber wohl ändern.

Die finanzielle Entwicklung und die Haushaltspläne des Kirchenkreises Herne für das Jahr 2019 standen im Mittelpunkt der Kreissynode des Kirchenkreises Herne/Castrop-Rauxel im Castroper Wichernhaus.

Die Landeskirche erwarte für 2019 Kirchensteuereinnahmen in Höhe von etwa 507 Millionen Euro (2018 waren es rund 490 Millionen), teilte Pfarrer Michael Brandt, der Vorsitzende des Synodalen Finanzausschusses, der Synode mit. Dem Kirchenkreis Herne würden daraus Kirchensteuermittel in Höhe von gut 9 Millionen Euro zur Verfügung (2018: 8,8 Millionen) stehen. Die werden aufgeteilt auf die 15 Kirchengemeinden für die Gemeindearbeit sowie die kreiskirchlichen Dienste (Kindergartengemeinschaft, Eine Welt Zentrum, Kreiskirchliche Verwaltung, Schulreferat, Mediothek, Kinder- und Jugendreferat, Kirchenmusik, Fachberatung für Kindergärten oder Öffentlichkeitsreferat).

Mehreinnahmen und Mehrausgaben heben sich auf

"Was die Kirchensteuerzuweisung angeht, können wir sehr zufrieden sein", sagte Brandt. "Wir haben allerdings aufgrund von erhöhten Einkommens- und Lohnkosten auch Mehrausgaben, womit sich Mehreinnahmen und Mehrausgaben letztlich aufheben." Darüber hinaus schlägt das von der Landeskirche angestoßene Neue Kirchliche Finanzmanagement (NKF) zu Buche.

Für die Eröffnungsbilanz der dann eingeführten doppelten Buchführung muss für den Haushalt 2020 das gesamte (nichtmonetäre) Vermögen des Kirchenkreises (Immobilien, Grundstücke, Mobiliar etc.) beziffert werden. So sollen auch die langfristigen Verpflichtungen (etwa Gebäudeerhaltung, Forderungen und Verbindlichkeiten) besser erkennbar werden. Damit soll die Nachhaltigkeit im Umgang mit dem kirchlichen Vermögen für nachfolgende Generationen sichergestellt werden.

Demografische Entwicklung ist negativ

Die derzeit gute gesamtwirtschaftliche Lage wirkt sich positiv auf die Kirchensteuerentwicklung aus. In den kommenden Jahren wird der Kirchenkreis allerdings mit weniger Geld auskommen müssen. "Das liegt in erster Linie an der demografischen Entwicklung", betonte Brandt. "Wenn die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand gehen, wird sich das negativ auswirken."

Für die Entwicklung der Kirchensteuereinnahmen der Landeskirche ist vor allem die Zahl der evangelischen Erwerbsfähigen (kirchensteuerzahlende Mitglieder) entscheidend. Den Kirchenkreisen werden Steuermittel entsprechend ihrer Gemeindegliederzahlen zugewiesen. Auf den Kirchenkreis entfällt bei einer Gemeindegliederzahl von etwa 66.000 Personen (Stand: 31.12.2017) ein Anteil von 3 Prozent; das sind die gut 9 Millionen Euro.

Der Rückgang der Kirchenmitglieder im Kirchenkreis Herne hat sich in den vergangenen Jahren so entwickelt:

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