Hohe Kosten

Warum stellt der EUV im Herbst keine Laubkörbe an die Straßen?

Der Castrop-Rauxeler Bürgermeister wünscht sich wie viele Bürger Behälter für Laub am Straßenrand. Und fragte dazu jetzt beim EUV nach. Der aber sieht hohe Kosten als Problem.

Warum bekommen wir nicht im Herbst Laubsammelbehälter an den Straßenrand gestellt, wie das in anderen Orten auch geht? Diese Frage stellte Bürgermeister Rajko Kravanja im EUV-Verwaltungsrat an seinen Tischnachbarn und Vorstand Michael Werner. Ergebnis: Er soll in den kommenden Monaten eine Berechnung anstellen, was das kosten würde. Er kündigt aber an: Das würde die Gebührenzahler belasten.

"Wir bleiben zunächst beim klassischen Geschäft", sagte Werner zunächst und stellte dem Verwaltungsrat die EUV-Maßnahmen für den Herbst vor. Seit dem 17. September nehme man Grünabfall kostenfrei am Entsorgungshof in Pöppinghausen an. Das gehe noch bis zum 13. Oktober und sei regional ziemlich einmalig. Dazu seien zwei große Müllfahrzeuge mit Laubsaugern für die Gehwege unterwegs. Mitsamt der Biotonnen und der Großcontainer an zehn Standorten im Stadtgebiet für Grünabfälle komme man gut aus.

EUV-Chef sieht massive Probleme

Aber Sammelgefäße am Straßenrand? "Wir haben mehr als 10.000 Straßenbäume und 300 Kilometer Straßen", so Werner, der berechnete: "Wenn wir auf 100 Kilometern Straßen in 100 Metern Entfernung Container mit einem Kubikmeter Fassungsvermögen aufstellen würden, müssten wir über 1000 Container aufstellen." Und die müsste der EUV täglich leeren, so Werner - "das schaffen wir mit unseren zwei großen Laubsauger-Fahrzeugen nicht".

Die Politik müsste das beschließen, aber dann auch mit einer Gebührenerhöhung leben. 2017 nahm der EUV laut ihm schon so 511 Tonnen Laub auf. Am Ende erging der Auftrag vom Ausschussvorsitzenden, die Kosten für Sammelbehälter am Straßenrand in einer Berechnung vorzulegen.

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