Hollandmarkt

Ein bisschen Holland am Castrop-Rauxeler Stadtmittelpunkt

Schon kurz vor 12 Uhr waren die Besucher auf dem Europaplatz. Sie alle wollten holländisches Flair genießen. Schon zum siebten Mal boten rund 30 Markthändler typische Waren an.

Wir fahren öfters nach Winterswijk", sagte Klaus Klama. "Dort kaufen wir Käse, Erdnüsse und Blumen ein." Das alles und noch viel mehr gab es am Sonntag auch in Castrop-Rauxel.

Wer sich auf den Weg zum Stadtmittelpunkt machte, den führte der Weg zum Europaplatz durch ein Spalier alter Autos. Besitzer von Oldtimern kamen mit ihren schmucken Modellen, um sie stolz zu präsentieren. Ein knallroter Triumph, ein Austin Healy oder ein Lada aus dem Jahr 1983 wetteiferten um die Gunst der Betrachter.

Marching Band sorgt für Stimmung

Klaus Hülzevoort musste viele Fragen von Bewunderern beantworten. Der Besitzer des Ladas deutete dabei immer wieder auf einen russischen Schriftzug hin, der am Heck seines Oldtimers angebracht war. Währenddessen war die Marching Band Beentels Kabaal (frei übersetzt: Lärm aus Bentelo) auf dem Gelände unterwegs und wurde ihrem Namen gerecht. Die 17 Mitglieder sorgten mit Posaunen, Tuba und Trommeln für eine beschwingte Stimmung.

Und auch Schnäppchen konnte man machen. Kopfkissen, für die der Kunde normalerweise 49 Euro berappen muss, waren für 10 Euro zu haben. Da konnte so mancher Besucher kaum widerstehen. Schwer bepackt ging es dann weiter zu Vogelhäusern aus Krüppelholz, Metalldeko für den Garten oder Handyhüllen in allen Variationen.

Typisch holländische Leckereien

Den meisten Zulauf hatten jedoch die Imbissstände. So leckere Frikandeln, Poffertjes oder Pommes spezial - Fritten mit Mayonnaise, Ketchup und Zwiebeln - gibt es wirklich nur bei Holländern zu kaufen. Auch die typischen Lakritz- und Erdnuss-Spezialitäten fanden ihre Käufer. Dichtes Gedränge herrschte am Käsestand. Dort konnte sich der Besucher vor dem Kauf bei einer Kostprobe vom Geschmack der Käsesorten überzeugen.

Marktschreier erhöhten noch die Stimmung, die für holländische Städtchen so typisch ist. "Tulpen, Backfisch, Haschisch - alles Gute kommt von Amsterdam", tönte es. "In aller Not schmeckt die Mettwurst auch ohne Brot" lautete die Antwort von gegenüber.

Liebhaber niederländischer Backwaren hatten die Qual der Wahl. Kuchen mit Bezeichnungen wie Caramel rondo, Mergpijnen, Appelflap oder Bokkenpoot waren im Angebot. Als Renner entpuppten sich die Rozjnen Bollen. Kaum ein Besucher verließ den Stand mit den Backwaren ohne Tüten mit diesen Rosinenbrötchen.

Vanillestangen momentan zu teuer

Der Gewürzstand bot allerhand edle und exotische Mischungen. Gemahlene Muskatnuss, Curry und Kreuzkümmel verströmten ein betörendes Aroma. Nur eines hatte der Gewürzhändler Megro nicht Gepäck: Vanillestangen. "Einfach unbezahlbar derzeit", sagte er.

Und dann gab es natürlich noch Blumen. Tulpen und Pfingstrosen wogten wie ein buntes Farbenmeer.

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