Hubschrauber-Einsatz in Rauxel

Polizei stoppt Einbrecher auf der Flucht - und meldet es nicht

Castrop-Rauxel - Die Tat, um die es geht, ereignete sich bereits am 12. Februar. Dabei fahndete die Polizei sogar mit einem Hubschrauber und stoppte so einen Einbrecher. Die Meldung erging aber erst jetzt - auf Nachfrage. Woran liegt das?

Mit einem Hubschrauber fahndete die Polizei am Montag, 12. Februar, nach einem Pärchen gefahndet, das in der Wartburgstraße in eine Wohnung einbrechen wollte. Das gab die Polizei erst jetzt bekannt. Michael Franz erklärt, dass die beiden 28-Jährigen bei ihrem Einbruchsversuch gestört wurden und geflüchtet sind. Die Frau sei in Richtung Bahnhof gelaufen und festgenommen worden, bevor sie in einen Zug einsteigen konnte.

Ihr Kompagnon sei derweil über die Gleise in das Waldgebiet an der Holthauser Straße geflüchtet. Franz: "Dabei hat er wohl Einbruchswerkzeug weggeworfen." Mithilfe des Hubschraubers sei er ausfindig gemacht worden. Die beiden Verdächtigen wurden zur Wache gebracht und nach Zustimmung der Staatsanwaltschaft wieder entlassen.

Und warum meldet die Polizei den Fall erst jetzt und erst auf Anfrage unserer Redaktion? Grund sei eine technische Umstellung im System der Polizei gewesen. Grundsätzlich ist es so, dass die Pressestelle des Polizeipräsidiums jeden Tag über die Einbrüche berichtet und diese zeitnah in den Medien veröffentlicht werden - auch damit sich Zeugen melden können. Michael Franz, Sprecher der Kreispolizei, erklärt: "Jedes Delikt hat bei uns eine Schlüsselzahl." Diese Zahlen seien geändert worden und so seien bei der normalen Abfrage, die regelmäßig gemacht werde, die Wohnungseinbrüche nicht aufgetaucht. Einbrüche in Geschäftsräume, Arztpraxen, Schulen und andere öffentliche Gebäude wurden bei der Recherche aber nach wie vor angezeigt, sodass der Polizei dieser Fehler erst spät aufgefallen sei.

An der Jahresbilanz würde sich durch die Änderung der Schlüsselzahlen nichts ändern, so Michael Franz.

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