Ickern-Runde tagte

Ickerner Straße wird wieder sechs Mal gefegt

Ickern - Fast 50 Besucher kamen zur ersten großen Ickern-Runde in diesem Jahr. Der Abend war zweigeteilt. Es ging um die Pläne des Bürgervereins und um die Pläne der Stadt in Ickern. Wir fassen Teil 2 hier zusammen. Beim Müll an der Ickerner Straße soll an einer wichtigen Stellschraube gedreht werden.

Die erste große Ickern-Runde des Bürgervereins Mein Ickern am Dienstagabend in der Agora war picke-packe-voll mit Themen. Und das Kulturcafé proppenvoll. Vereinschef Marc Frese stellte Pläne, Termine und Ziele für dieses Jahr vor. Darüber berichten wir anderweitig in einem großen Überblick. Im zweiten Teil des Abends ging Bürgermeister Rajko Kravanja auf die Ergebnisse der Tour entlang der Ickerner Straße ein, die die Vereinsspitze mit dem EUV in der vergangenen Woche unternommen hatte. Und beantwortete weitere Fragen aus der Runde.

"Wir werden den Rhythmus wieder zurückdrehen"

Mit der Vermüllung auf der Ickerner Straße hat es eine besondere Bewandnis. Der Stadtbetrieb EUV hat die Straße nämlich aus einer Sechs-Tage-Reinigung rausgenommen und nur noch einmal die Woche gesäubert. Wohl deshalb, weil einige Anlieger sich an den EUV mit einer entsprechenden Bitte gewandt hatten. Zur Erklärung: So etwas ist möglich, wenn der Hauseigentümer dafür sorgt, dass selbst gefegt wird. Was die Kosten natürlich senkt. "Wir werden den Rhythmus wieder zurückdrehen", sagte Rajko Kravanja. Allerdings erst nach der Gehwegsanierung und erst im neuen Jahr, also zum 1. Januar 2019 - auch aus abrechnungstechnischen Gründen. Die neuen Gebührenbescheide für dieses Jahr sind ja erst seit ein paar Tagen raus.

Bis zu diesem Sommer sollten die Gehwege von Ickerner- und Lakestraße angepackt werden, der Fußweg am Ickerner Knoten ist erstmal nicht eingeplant. "Wenn das bezahlbar sein sollte, wuppen wir das auch gerne", sagte Kravanja, möglicherweise müsste dort etwas an der Entwässerung getan werden, dann wäre der Gehweg ohnehin fällig. Der Stadtrat habe grünes Licht gegeben, dass drei Kilometer Gehwege im Jahr fit gemacht werden können. "Wir machen das, was am kaputtesten ist, wenn es diesen Begriff so gibt", verdeutlichte Kravanja. An den Ickerner Marktplatz, wo die Oberfläche fit gemacht werden soll, gehe man in der zweiten Jahreshälfte. Unterm Strich soll 1 Million Euro in Ickern in diesem Jahr investiert werden. Beim Bunker ist der Eigentümer bereits angeschrieben. Was die Vermüllung am Regenrückhaltebecken angeht, will die Emschergenossenschaft für alle Anrainer im Emschergebiet eine einheitliche Lösung vorstellen.

Die Stadt sucht dringend Beet-Paten

Auf Papierkörbe etwa wird mittlerweile schon seit geraumer Zeit gewartet. Auch im EUV-Verwaltungsrat wurde das schon vor Monaten in Aussicht gestellt. Was die Baumscheiben auf der Ickerner Straße angeht oder ganz generell Beete auf oder an den Straßen: Hier sucht die Stadt dringend Paten. Der Ansatz dreht sich um bürgerschaftliches Engagement von Geschäftsleuten ebenso wie von Anwohnern. Das Ganze läuft über das Grünflächenamt, das bekanntlich aus finanziellen Gründen nur noch sechs oder sieben zentrale Plätze und Parks mit besonderem Pflegeaufwand betreut und beim anderen Grün schon mal der Natur eher ihren Lauf lassen muss. Der Volkspark Ickern gehört übrigens zu den regelmäßigen Einsatzorten.

Was all' die anderen Löcher und Dornen in den Augen der Bürger betrifft: Hier sei die CAS-App der schnellste Weg, die Verwaltung zu erreichen und auf Probleme aufmerksam zu machen, warb der Bürgermeister. "Foto machen und uns schicken", sagte Kravanja. Wo Gefahr in Verzug ist, muss die Stadt handeln. Hier lautet das Zauberwort Verkehrssicherungspflicht.

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