Kindergarten Regenbogenhaus

Ein Treppenlift für die vierjährige Clara: Noch fehlen rund 9000 Euro

Die Knochen tun weh, das Treppensteigen birgt Gefahren. Im Alter ist ein Treppenlift eine Lösung für diese Probleme. Doch auch Clara Wiemann braucht ihn. Dabei ist sie erst vier Jahre alt.

Clara Wiemann kommt als Frühchen auf die Welt, das Immunsystem ist schwach. Nach zehn Tagen erkrankt sie an einer bakteriellen Hirnhautentzündung, kämpft um ihr Leben. "Die Chancen standen 50:50", sagt Claras Mutter Sandra. Das Mädchen gewinnt den Kampf. Doch es war nicht die letzte Hürde. Denn durch die Infektion haben sich Zysten im Motorik-Zentrum des Gehirns entwickelt. Die Folge: Spastiken in den Beinen, eine cerebrale Bewegungsstörung.

Clara muss zur Physiotherapie, zur Logopädie, zur Ergotherapie und auch zum heilpädagogischen Reiten. Alles, damit sie ein so normales Leben wie möglich führen kann. "Ich setze nichts mit Biegen und Brechen durch. Wenn Clara etwas nicht kann, dann ist das so. Aber man muss ihr die Möglichkeit geben. Es ist mir sehr wichtig, dass sie wenigstens die Chance hat", sagt Sandra Wiemann.

Mittlerweile ist Clara 1,04 Meter groß und wird zum Tragen zu schwer

Mittlerweile geht Clara in den Kindergarten Regenbogenhaus - und ist völlig integriert. Allerdings ist die Vierjährige mittlerweile auch 1,04 Meter groß und wiegt 17 Kilogramm. Noch wird sie die Treppen im Kindergarten hochgetragen, doch das geht auf Dauer nicht. Weder für die Erzieherinnen, noch für ihren Freiwilligendienstler Ole Jüttner.

Deswegen braucht es einen Treppenlift. "Das Ziel ist, dass sie so selbstständig wie möglich wird", sagt Kirsten Eckert. Der Lift führe nicht dazu, dass Clara nicht jeden Tag üben muss, Treppen zu gehen. "Aber zwei Treppenabschnitte zu schaffen, ist aktuell ja fast Utopie. So kann sie einen Abschnitt laufen, und einen fahren. Oder sie kann aus dem Rollstuhl alleine in den Sessellift kommen", erklärt Kindergartenleiterin Kirsten Eckert. Auch nachdem Clara 2021 den Kindergarten verlassen haben wird, soll der Lift die Möglichkeit geben, andere Kinder mit Gehbehinderung aufzunehmen.

Noch fehlen rund 9000 Euro zum Treppenlift

Alllerdings fehlt das Geld. 14.140 Euro kostet der Lift. Rund 5000 Euro sind bisher zusammengekommen. Die Gruppe nahm an einem Fotowettbewerb teil und wurde dabei kreativ. Unter dem Titel "Wir sind das Ruhrgebiet" entstanden gebastelte Stadien von Schalke 04, von Borussia Dortmund, der Moviepark und auch die Sonnenuhr auf Schwerin und ein Förderturm.

Auch ein Lied wurde geschrieben und gesungen. Alles zusammen wurde auf eine CD gebrannt, mit der der Kindergarten nun im Spendenmodus ist.

"Wir müssen gucken, was dabei herumkommt. Aber klar ist, dass wir auf Spenden angewiesen sind. Sonst ist der Treppenlift nicht möglich", sagt Eckert.

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