Korfball-Europameisterschaft

Die deutschen Korfballer gewinnen die Silbermedaille

Zur kompletten Sensation und dem Gewinn des EM-Titels hat es letztlich nicht gereicht. Mit der Silbermedaille im Gepäck kehren die deutschen Korfballer heim.

Vor allem der Rahmen des Finals gegen die Niederlande war den vorherigen Leistungen des deutschen Teams würdig. Knapp 3500 Zuschauer verfolgten in der Halle in Heerenveen (Friesland) das Endspiel, darunter auch einige deutsche Fans. Die deutlich bessere Stimmung hatten sicherlich die heimischen Spieler, zu denen auch sechs Castrop-Rauxeler gehörten. Immer wieder kamen Anfeuerungen aus dem deutschen Block.

Das half den Spielern vor allem in den ersten beiden Vierteln. Die Niederländer zeigten zwar das flüssigere Spiel, dennoch hielten die Deutschen gut mit und setzten immer wieder Nadelstiche. Bis zur 19. Minute ließ die Auswahl des Deutschen Turnerbundes (DTB) den Gegner immer nur maximal mit drei Körben Vorsprung wegziehen, ehe die Niederländer kurz vor dem Halbzeitpfiff das 8:4 erzielten.

Im zweiten Durchgang ließ der Favorit den Deutschen, bei denen mit Lea Sander (KV Adler Rauxel) und Anna Schulte (Schweriner KC) zwei Castrop-Rauxelerinnen in der Start-Acht standen, dann aber keine Chance mehr - und gewann mit 21:8. Vor allem in den Luftduellen schnappten sich die hochgewachsenen Männer des niederländischen Teams immer häufiger den Ball.

Alle Castrop-Rauxeler standen auf dem Feld

Trotz der Niederlage war das Endspiel auch für die deutschen Korfballer ein Festakt. Alle sechs Spieler aus Castrop-Rauxeler kamen letztlich zum Einsatz. Nach dem Abpfiff war die Freude auf allen Seiten groß, auch bei den drittplatzierten Portugiesen, die zuvor überraschend mit 20:19 (9:9) gegen Belgien gewannen.

Der niederländische Nationaltrainer Wim Scholtmeijer lobte schon vor dem Endspiel die Leistung des deutschen Teams: "Deutschland hat sich als würdiger Gegner gezeigt und spielt taktisch schlau", sagte er gegenüber der niederländischen Nachrichten-Agentur NOS. Zugleich kündigte er auch ein "Spektakel" seines Teams an. Das gab es jedoch erst in der zweiten Halbzeit. Im ersten Durchgang zeigten die Deutschen nämlich eindrucksvoll, warum sie die Silbermedaille bei der Europameisterschaft gewonnen haben.

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