Kulturzentrum

Agora war Ziel von Einbrechern

Nachdem das Kulturzentrum Agora Anfang Mai von Vandalen heimgesucht wurde, haben bislang Unbekannte nun den Jugendraum aufgebrochen und geplündert. Jetzt gibt es Konsequenzen.

Schon wieder stand das Agora-Kulturzentrum an der Zechenstraße im Fokus polizeilicher Ermittlungen. Am letzten August-Wochenende brachen bislang unbekannte Täter in den Jugendraum des Zentrums ein. Ziemlich genau gegen 5.20 Uhr in der Nacht von Sonntag, 26. August, auf Montag, 27. August.

"Das können wir deshalb so genau sagen, weil die Täter die Überwachungskamera verdreht haben, sodass sie nur die Decke filmte", erklärt Agora-Chef Thorsten Schnelle. "Das zeigt uns, dass sie ortskundig gewesen sein müssen."

So tappen die Ermittler sprichwörtlich im Dunkeln, haben keine Anhaltspunkte, wer den Raum leergeräumt hat. Denn es fehlte eine Menge, als die Agora-Mitarbeiter am Montagmorgen das Desaster sahen.

Playstation und TV weg Gestohlen wurden ein Beamer, zwei Playstation-Spielekonsolen mit Controllern und diversen Spielen, ein Fernseher, eine Musikanlage mit Boxen, aber auch T-Shirts und Trikots. Auch Kochzubehör und Geschirr sowie Bastelsachen waren verschwunden. "Außerdem waren vier Tische teilweise zerstört, wie auch das Fenster, das wohl aufgehebelt wurde", so Schnelle. Der Schaden betrage rund 3000 Euro. Die Polizei ermittelt, die Versicherung wird den Schaden regulieren, erklärt er den Stand der Dinge.

Doch kein Kind oder Jugendlicher müsse deshalb daheim bleiben. "Unser Angebot besteht weiterhin", sagt er, auch wenn etwas improvisiert werden müsse. Denn der Treff ist sehr beliebt, rund 30 Besucher sind täglich da, besonders gern in der Kreativwerkstatt dienstags und in der Kochgruppe an Donnerstagen.

Vandalismus bei Tanz in den Mai

Während diesmal viele Dinge gestohlen wurden, hatten Vandalen in der Nacht auf den 1. Mai eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Glasscheiben waren zu Bruch gegangen, Bänke und Stühle umgeworfen, ein Grill zerstört und jede Menge Müll verteilt worden. Damals hatten Videoaufnahmen der Überwachungskameras festgehalten, dass eine große Gruppe von 40 bis 50 Personen auf dem Gelände in den Mai gefeiert hatte.

Die Konsequenz daraus: Die Agora hat neue Regeln aufgestellt. Ab 21 Uhr darf sich niemand mehr auf dem Gelände aufhalten. Die Polizei hatte im Mai vielen Personen eine Vorladung zur Vernehmung geschickt. Diesmal ist die Suche nach den Tätern schwieriger.

Potenziellen Nachahmern soll es ebenfalls schwerer gemacht werden, so Thorsten Schnelle. "Wir werden unser Überwachungssystem noch optimieren", sagt er.

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