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Der Sprung über die Emscher kommt. Jetzt gibt es auch vom NRW-Umweltministerium Geld für die grüne Entwicklung entlang der Emscher.

Landschaftsprojekt in Castrop-Rauxel

Land gibt über 25 Millionen für Emscherland 2020

CASTROP-RAUXEL - Insgesamt 25,4 Millionen Euro gibt das Land NRW als Förderung für Emscherland 2020. Damit sollen unter anderem Landschaftsbauprojekte in Castrop-Rauxel, Herne, Herten und Recklinghausen finanziert werden. Nun geht es an die Aufteilung des Geldes.

„Wir sind sehr froh, dass die Fördergelder gesichert sind“, erklärte Michael Steinbach, Sprecher bei der Emschergenossenschaft, im Gespräch mit unserer Redaktion. Im August vergangenen Jahres hatte NRW-Umweltminister Johannes Remmel den Efre-Aufruf „Grüne Infrastruktur NRW“ gestartet. Efre steht für „Europäischer Fonds für regionale Entwicklung“.

Kommunen und kommunale Zusammenschlüsse konnten sich daran beteiligen und bis zum 1. Dezember integrierte kommunale Handlungskonzepte einreichen. Die Emschergenossenschaft hat den Hut in den Ring geworfen und sich mit den Städten Castrop-Rauxel, Herne, Herten und Recklinghausen beteiligt.

Aufteilung noch nicht ganz klar

Das Handlungskonzept „Emscherland 2020“ umfasst die nördlich und südlich an die Emscher angrenzenden Stadtteile von Castrop-Rauxel, Herne, Herten und Recklinghausen. Das umfangreiche Papier baut auf den Planungen der Bewerbung für die Landesgartenschau 2020 auf und zielt auf die Begleitung des ökologischen Umbaus der Emscher und ihrer Nebenflüsse. Im Fokus stehen eine vernetzte und multifunktionale Entwicklung des Freiraums unter Einbeziehung der angrenzenden sozial benachteiligten Stadtteile und Quartiere.

Fließen sollen Mittel in Höhe von 25,4 Millionen Euro. Wie sie konkret auf die Städte aufgeteilt werden, ist noch nicht genau klar. „Wir hatten zwar bislang schon positive Signale zur Bewilligung, aber die Aufteilung haben wir noch nicht sauber ermittelt“, sagte Steinbach.

Aufenthaltsqualität soll verbessert werden

Es geht um fünf Freiraum-Korridore, die die Aufenthaltsqualität bis in die Innenstädte verbessern sollen. Geplant sind zahlreiche Maßnahmen entlang einer Achse, die von einem Natur- und Wasser-Erlebnis-Park im Osten über die Emscher-Promenade bis zu einem außerschulischen Lernort im Westen reichen. Soziale Prävention soll über unterschiedliche Angebote des Naturerlebnisses und der Umweltbildung sowie Beteiligungsangebote betrieben werden. Übersetzt: Bürger aus den Stadtteilen werden eingeladen, Natur und ihren Wert kennenzulernen und sich einzubringen. Gedacht ist dabei auch an Beschäftigungsinitiativen.

Uneingeschränktes Ja

Bei der ersten Vorstellung des Handlungskonzepts in den politischen Gremien Ende des vergangenen Jahres hat es dafür uneingeschränkte Zustimmung gegeben. Der Aufruf ergänzt mit seiner Zielrichtung inhaltlich auch den Aufruf aus dem NRW-Städtebauministerium, der „Starke Quartiere – starke Menschen heißt“.

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