Merklinde seit 2016 leer

Sparkasse will Gebäude nach den Filial-Schließungen verkaufen

Castrop-Rauxel - Die Sparkasse will die Gebäude der Standorte, die auf der Streichliste stehen, nach deren Schließung verkaufen. Das versucht sie auch mit dem Büropavillon in Merklinde seit 2016 - bislang erfolglos.

Circa 1066 Quadratmeter Grundstück, 207 Quadratmeter Gesamtgewerbefläche, Baujahr 1961, Satteldach, Zentralheizung, Massivbau, letze Modernisierung 1989, Primärenergieträger Gas, mit Abstellraum, Einbauküche, Keller und Teeküche: Das sind die Eckdaten für den Büropavillon der Sparkasse in Merklinde.

Und unterkellert ist das Haus auch - mit einem Tresorraum, in dem dann vielleicht kein Gold, aber etwa Akten lagern könnten. Dort hatte die Sparkasse bis April 2016 noch eine eigene Filiale. Seit die dort zum Leidwesen vieler Bürger dichtgemacht wurde, steht das Gebäude an der Wittener Straße 326b leer - und zum Verkauf.

Drei Filialen auf der Streichliste

So wird es wahrscheinlich auch in den anderen Sparkassen-Filialen aussehen, die bis 2019 geschlossen werden. Auf der Streichliste der Sparkasse Vest Recklinghausen stehen die Filialen in Frohlinde (schließt Ende Januar), am Hauptbahnhof in Rauxel (Ende 2018) und in Habinghorst (Mitte 2019).

"Die Standorte befinden sich im Eigentum der Sparkasse", bestätigt Sparkassen-Sprecher Olaf Blomberg auf Nachfrage unserer Redaktion. Ziel der Sparkasse sei es, die Objekte nach der Schließung der Filialen zu verkaufen. "Für die Interessenten hängt die Eignung der jeweiligen Räumlichkeiten natürlich stark von der individuellen Nutzungsabsicht ab", sagt Olaf Blomberg weiter. Daher könne er auch noch keine konkreten Absichten für Anschlussverwendungen der Standorte kommunizieren. Im November 2016 hörte sich das - zumindest für die Filiale in Merklinde - noch anders an. Schnell hatte es einige Interessenten gegeben und Sparkassen-Maklerin Kerstin Mielke zeigte sich sehr optimistisch, das Gebäude in Merklinde schnell zu verkaufen. "Ich bin sicher, dass wir im nächsten halben Jahr einen Käufer finden", sagte sie im November 2016. Doch warum hat sich bislang widererwartend kein Käufer gefunden? Gründe dafür nennt die Sparkasse auf Anfrage nicht, bestätigt nur, dass "die Vermarktungsbemühungen zurzeit noch andauern." 2016 hatte die Sparkasse einen Preis von 240.000 Euro für das Gebäude aufgerufen. Mittlerweile steht in der Immobilienanzeige: Kaufpreis nach Vereinbarung (keine Maklercourtage).

Rückmietung für SB-Standorte

Die Sparkasse betont in ihrer Stellungnahme, dass für die Standorte, die geschlossen werden, auch weiterhin die Zusage besteht, dort (oder in der näheren Umgebung) einen SB-Standort anzubieten. "Auch dieser Punkt einer Rückanmietung von Teilflächen für ihre SB-Foyers durch die Sparkasse ist jeweils Bestandteil der Gespräche mit den Interessenten", so Blomberg.

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