Müllabfuhr

Biotonne: Was gehört hinein und was darf auf keinen Fall eingeworfen werden?

Die Biotonne gehört für viele Menschen zum festen Bestandteil. Und für die Umwelt ist sie ebenfalls ein Gewinn. Denn Bioabfälle gehören nicht in den Restmüll, dafür sind sie zu wertvoll...

Ob Kartoffelschalen oder Kaffeesatz: Bioabfälle machen im Haushalt einen großen Anteil der Abfälle aus. Sie sind eine wichtige Ressource, letztlich entsteht daraus Kompost, der als Dünger genutzt werden kann. Umso wichtiger ist es, richtig zu trennen, damit wertvolle Rohstoffe nicht verschwendet werden.

Darauf will der EUV Stadtbetrieb während der Aktion Biotonne Deutschland, die vom 18. Mai bis zum 9. Juni 2019 läuft, aufmerksam machen. Weniger Fremdstoffe und zugleich mehr verwertbare Bioabfälle in die braune Tonne, so lautet das Ziel der bundesweiten Aufklärungskampagne.

Wie ist die Entsorgung von Bioabfall in Castrop-Rauxel geregelt?

Bestellen Bürgerinnen und Bürger eine Restmülltonne, bekommen sie automatisch und ohne Zusatzkosten einen Bioabfallbehälter in gleicher Größe wie die Restmülltonne. Dadurch wird ein hoher Anschlussgrad der Biotonne in Castrop-Rauxel erzielt.

Welche Vorteile ergeben sich für die Bürgerinnen und Bürger durch die Kopplung von Restmüll- und Bioabfallbehälter?

Die Castrop-Rauxeler sparen, da die braune Tonne nicht extra bezahlt werden muss. Zudem reduziert sich durch die Abfalltrennung das Volumen im Restmüllbehälter, kurzum: In der grauen Tonne ist mehr Platz für den Müll, der dort hinein gehört.

Was darf denn in die Biotonne?

Hinein gehören unter anderem Gemüse- und Obstreste, Kartoffelschalen, Speisereste, Kaffeesatz, Filtertüten, Teebeutel, Eierschalen oder auch Gartenabfälle wie Rasenschnitt oder Blumenreste.

Was gehört nicht in den braunen Behälter?

Das ist ganz eindeutig: Asche oder Grillkohle, Bauschutt, Verpackungen und Tüten aus Plastik, behandelte Holzreste, Leder, Gummi, Kerzen, Textilien, Hygieneartikel, Tierstreu, kompostierbare Plastiktüten für Bioabfälle, Medikamente und sonstige schadstoffhaltige Abfälle - all das gehört unter anderem nicht in den braunen Behälter, sondern in den Restmüll.

Was passiert mit den Bioabfällen? Was wird daraus gewonnen?

Die Bioabfälle werden in eine Kompostieranlage gebracht. Dort werden die nicht kompostierbaren Teile - häufig Plastiktüten und Kaffeepads - herausgefiltert. Der Abfall wird dort vorbehandelt, aufgeschichtet, im Prozess mehrfach umgesetzt, kontinuierlich mechanisch belüftet. Zugleich wird das Sickerwasser aufgefangen und dem Prozess wieder zugeführt. Schließlich wird der Bioabfall zu hochwertigem Kompost verarbeitet - so kommt er als nährstoffreicher Boden der Natur zu Gute. Ferner wird aus der gewonnenen Flüssigkeit des Bioabfalls Bio-Gas erzeugt.

Was bedeutet eine ordnungsgemäße Entsorgung von Bioabfällen für die Umwelt?

Die Bioabfälle gelangen in reiner Form zurück in die Natur. Die Abfälle werden so verwertet, dass am Ende die darin enthaltenen Wertstoffe wieder zur Verfügung stehen und in den Kreislauf einfließen. Es werden Ressourcen geschont.

Die Hintergründe

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