Müllgebühren steigen

Die gelbe Tonne schluckt in Castrop-Rauxel ab 2019 viele Wertstoffe

Mit Beginn des neuen Jahres fährt der Stadtbetrieb EUV viel mehr Wertstoffe ab als zuvor. Dann sollen auch Bratpfannen und Kinderspielzeug in die gelbe Tonne. Die Müllgebühren steigen.

Die Weichen sind gestellt: Mit Beginn des kommenden Jahres sollen die Bürgerinnen und Bürger die so genannten stoffgleichen Nichtverpackungen in die gelbe Tonne werfen. Die entsprechenden Verträge sind unterzeichnet. Mit der Einführung der "neuen" gelben Tonne beschäftigt sich der Verwaltungsrat des Stadtbetriebs EUV in seiner Sitzung am Mittwoch, 26. September, ab 17 Uhr im EUV-Gebäude am Westring. Auch wenn die Gemengelage auf den ersten Blick reichlich kompliziert wirkt: Vom Prinzip her gibt es keine große Änderung - außer dem Vorteil, dass endlich das Wertstoffgesetz flächendeckend bei uns und im Kreis mit Ausnahme von Gladbeck umgesetzt wird.

Keine zusätzliche Mülltonne

In die gelbe Tonne, die in Castrop-Rauxel seit vielen Jahren gang und gäbe ist, sollen von 2019 an ausrangierte Dinge wie Bratpfannen, Kleiderbügel, Haarbürsten, Büroartikel, Kinderspielzeug und Co. - sofern sich sonst kein Abnehmer findet. Es wird keine zusätzliche Mülltonne vor der Haustür geben. Und der Stadtbetrieb EUV wird ab Januar für drei weitere Jahre die Abfahrt der gelben Tonne übernehmen. Mit der im und für den Kreis getroffenen Regelung geht einher, dass die Verwendung der gelben Säcke deutlich zurückgefahren wird. "Bei uns betrifft das nicht soviel, vielleicht zehn Prozent", sagt EUV-Chef Michael Werner auf Anfrage unserer Zeitung. Andere kreisangehörige Städte hätten bei der gelben Tonne deutlich Nachholbedarf. "Es nutzt ja nichts, wenn alle über Plastikmüll im Meer schimpfen und wir bei uns nichts ändern", erklärt Werner.

Mehrkosten von zwei Prozent

Damit die Bürgerinnen und Bürger wissen, welche Wertstoffe künftig in die gelbe Tonne dürfen, bereitet der EUV derzeit eine Infoveranstaltung und entsprechende Flyer vor. Auch der beliebte Abfallkalender des Stadtbetriebs wird Infos über die Neuerung enthalten. Bis sie gilt, sollen in die gelbe Tonne ja nur lizensierte Verpackungen, sprich die mit dem Aufdruck, dass für die Entsorgung bezahlt ist. Die durch die Neuerung entstehenden Kosten halten sich in Grenzen. Die Kosten der Restabfalltonne sollen um rund zwei Prozent steigen. Pro Kopf wird mit sieben Kilo zusätzlichen Wertstoffen im Jahr gerechnet. In unserer Stadt hat es schon vor einigen Jahren erste Versuche mit der "neuen" gelben Tonne gegeben.

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