Nachbarschaftspreis

Endspurt für das Bürgerpicknick: Veranstalter wollen nach Berlin

Ickern - Kurz vor Ende der Abstimmung hat die nebenan.de-Stiftung die Stimmzahlen verborgen. Seitdem ist die Gesamtstimmzahl rasant angestiegen. Ob das Bürgerpicknick Ickern noch vorne liegt?

Noch bis Mittwoch, 22. August, läuft die Online-Abstimmung zum Nachbarschaftspreis der nebenan-Stiftung. Wie die Chancen fürs nominierte Bürgerpicknick Ickern stehen, ahnt selbst im Verein Mein Ickern niemand. Denn seit dem 15. August werden die Stimmen für die einzelnen Projekte auf der Homepage nicht mehr angezeigt, um die Entscheidung spannend zu machen.

Letzter Stand: Bürgerpicknick Ickern liegt vorne

"Der letzte Stand war, dass wir mit 1550 Stimmen knapp 500 Stimmen vor dem zweiten Platz lagen", sagt der Vereinsvorsitzende Marc Frese. Bei über 100 nominierten Projekten aus ganz Deutschland, wäre das ein klarer Vorsprung.

Doch seit dem 15. August ist die Gesamtzahl der Stimmen von 27.000 auf über 38.500 Stimmen angestiegen. Die Abstimmung läuft seit dem 24. Juli. Die Stiftung hätte den Publikumspreis noch einmal ordentlich beworben, sagt Frese. Wie viele dieser neuen Stimmen ans Bürgerpicknick gehen, bleibt vorerst ein Rätsel. "Wir freuen uns über jede Stimme", betont Marc Frese.

Ehrenamtliche haben viel Zeit investiert

Noch vor wenigen Wochen freute er sich, dass der Verein überhaupt zu den Nominierten zählt und dadurch bundesweit Aufmerksamkeit bekommt. Doch inzwischen hat die Vereinsmitglieder offenbar der Ehrgeiz gepackt: "In den letzten Wochen haben wir uns eine Menge ausgedacht und viel Zeit investiert", erzählt Frese.

Ehrenamtliche hätten Flyer entworfen, im Stadtteil und sogar auf dem Wochenmarkt für die Abstimmung geworben. Selbst für "Offliner" habe man in Absprache mit der Stiftung einen Weg gefunden, mitzumachen. "Das wäre schade, wenn gerade die ausgeschlossen werden."

Preisverleihung in Berlin am 5. September

Mit einem Ergebnis können die Unterstützer wohl erst ein paar Tage nach Ende der Abstimmung rechnen? "Ich würde mich natürlich freuen, wenn ich am 23. morgens auf mein Handy gucke, aber ich befürchte, das läuft so nicht", ahnt der Vereinsvorsitzende. Die Stiftung würde noch die Mail-Adressen prüfen, um eine faire Abstimmung zu gewährleisten.

Den Landessieger aus neun NRW-Projekten verkündet eine Fachjury erstmal am Dienstag, 28. August. Nach welchen Kriterien die bewertet, weiß Marc Frese nicht. Für ihn zählt eher der mit 5000 Euro dotierte Publikumspreis. Auch der wird auf der Preisverleihung am Mittwoch, 5. September, vergeben. Den Tag halte Frese sich natürlich frei: Mit drei Ehrenamtlichen wolle er im Erfolgsfall nach Berlin fahren.

Die vielen Stimmen erklärt sich Frese dadurch, dass es von Anfang an ein konkretes Ziel gegeben hat: Das Geld will der Verein in die Ickerner Weihnachtsbeleuchtung investieren.

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