Nightshopping

Ein historisches Ereignis krönt die Nacht der Chöre

Castrop - Die Nacht der Chöre und das damit verbundene Nightshopping füllten am Freitagabend die Castroper Altstadt. Alle Beteiligten waren mit dem Abend mehr als zufrieden.

"Die Verbindung von Kultur und Geschäft hat wunderbar funktioniert", sagte Matthias Zimmer, Vorsitzender von Casconcept. Gerade in Zeiten, in denen der innerstädtische Handel immer mehr unter der Konkurrenz aus dem Internet leidet, sei es wichtig Anreize durch Kultur und Unterhaltung zu setzen.

Die vielen Besucher der Altstadt machten sich auch in den Geschäften bemerkbar. "Zwischen 19 und 22 Uhr war der Laden rappelvoll, die letzten Kunden waren sogar erst um 23.45 Uhr wieder draußen", fasste Jens Reiter, Inhaber von Reiter Fashion, das Nachtshopping zusammen.

Ein Zeichen für das friedliche Zusammenleben

Auch seitens der Chormitglieder gab es nur positive Resonanz. "So viele Leute mit dem Anspruch Freude zu verbreiten und gemeinsam etwas aufzuführen zusammenzubringen hat etwas ganz Besonderes", so Silvia Fercke von den Gospel Voices. Insbesondere das gemeinsame Abschlusssingen auf den Lambertustreppen sei auch ein Zeichen, wie ein friedliches Zusammenleben aussehen kann. "Das hat so gut funktioniert, dass wir uns vorstellen könnten, das Ganze noch mal zu machen. Vielleicht auf dem Weihnachtsmarkt", so Fercke. Dies sei aber aus organisatorischen Gründen frühestens nächstes Jahr möglich.

"Das war ein Ereignis, wie es Castrop so noch nicht erlebt hat", sagte Winfried Radinger, Inhaber der Altstadt Apotheke und Mitorganisator. Hunderte glückliche Gesichter habe er an diesem Abend in der Stadt gesehen. "Ich habe von allen Seiten Zustimmung erhalten und von vielen auch den Wunsch gehört, die Veranstaltung nächstes Jahr zu wiederholen."

Ein jüdischer Chor sang auf dem Simon-Cohen-Platz

Ein Ereignis machte den Abend zudem zu etwas ganz Besonderem. Zum ersten Mal seit 80 Jahren sang ein jüdischer Chor auf dem Simon-Cohen-Platz. "Den jüdischen Chor auf den Grundmauern der ehemaligen Synagoge zu hören, war extrem bewegend", sagte Radinger. Für Zimmer war vor allem der konfessionsübergreifende Zusammenhalt ein wichtiges Zeichen.

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