Öffentliches Grillen

"Es sieht aus wie Sau" - Stadtverwaltung sagt nein, EUV eher ja zu Grillplätzen

Kann es mehr Grillplätze in Castrop-Rauxel geben? Dieser Antrag der FDP ist nun ein halbes Jahr alt. Die Stadtverwaltung antwortet der Politik jetzt mit nein. Der EUV sieht das anders.

Ob es mehr öffentliche Flächen in der Stadt geben könnte, auf denen Castrop-Rauxeler grillen dürfen, wollte die FDP wissen. Die Oppositions-Fraktion stellte im Mai einen Antrag im Betriebsausschuss 1. Einer Empfehlung des Ausschusses schloss sich die Stadtverwaltung aber nicht an - im Gegenteil. Aber doch bleibt das Thema vielleicht eine Option.

Die Verwaltung selbst empfiehlt der Politik in einem Fazit, das aus einer Beschäftigung mit dem Thema resultiert, auf die Einrichtung weiterer Grillplätze neben jenem derzeit einzigen auf der Rennbahnwiese zu verzichten. Die Begründung liegt auf der Hand: Man befürchte weitere Vermüllung und Vandalismus, wie es auf dem Grillplatz an der Rennwiese schon gängig sei. Sollten vom Rat der Stadt weitere Grillplätze beschlossen werden, müssten auch das Geld, mehr Personal für Einrichtung, Pflege und Kontrolle und ggf. auch für die Müllbeseitigung eingeplant werden. Geld, das die Stadt nicht zur Verfügung hat.

Eckhardt: "Wir wären für Vorschläge dankbar"

Kämmerer Michael Eckhardt fasste es bei der neuerlichen Sitzung des Ausschusses vergangene Woche so zusammen: "Es sieht auf den Grillplätzen aus wie Sau." Man bekäme auch Wildgriller nicht zu fassen, weil man nicht überall kontrollieren könne. "Wir wären für Vorschläge dankbar", so Eckhardt.

Dass die Situation nicht schön ist, will Nils Bettinger von der FDP auch gar nicht bestreiten. "Es soll ja kanalisiert werden." Diese Ansicht teilt auch Malte Fercke (SPD), denn "so wie es momentan ist, kann es nicht bleiben". Schützenhilfe bekamen Fercke und Bettinger von EUV-Vorstand Michael Werner. "Wir müssen abfragen, wie andere Städte das kanalisieren", sagte der. Schließlich sei Castrop-Rauxel nicht die einzige Stadt mit Menschen, die grillen wollten. Zumindest ein "Angebot kann und sollte man entwickeln", so Werner. Der EUV versuche, das zu ermöglichen. Eine genaue zeitliche Vorstellung gibt es dafür aber noch nicht.

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