Offene Ganztagsschule in Castrop-Rauxel

Beim OGS-Ausbau ziehen alle an einem Strang

Castrop-Rauxel - Geht es um den Ausbau der Offenen Ganztagsgrundschulen, ziehen alle Fraktionen an einem Strang. Doch zunächst muss ein neues Konzept entwickelt werden, das dem enorm gestiegenen Bedarf an OGS-Plätzen gerecht wird. Eine Reaktivierung und ein Anbau könnten dabei helfen.

Im Fachausschuss B2 gab es am Donnerstagabend einen einstimmigen Beschluss, der die Initiativanträge von SPD und von CDU, Grünen und FWI miteinander verwob. Auch FDP und Linke stimmten zu.

Im Kern geht es darum, ein neues Konzept zu entwickeln, das dem enorm gestiegenen Bedarf an OGS-Plätzen gerecht wird. Es beinhaltet auch die Prüfung der räumlichen Kapazitäten inklusive des Mensa-Platzes und eine Antwort auf die Frage, ob ein Wohlfahrtsverband den OGS-Betrieb wirtschaftlicher führen kann als die Stadt. Eine größere Flexibilität für die Eltern zu ermöglichen, wie sie Landesschulministerin Yvonne Gebauer per Erlass angekündigt hat, gehört ebenfalls zum Paket.

Standorte sollen attraktiver für Lehrer werden

Die schulpolitische Sprecherin der CDU, Marlies Graeber, warb angesichts der vielen vakanten Leiterstellen an den Grundschulen leidenschaftlich dafür, die Standorte so attraktiv zu gestalten, dass "Lehrer sich darum reißen, nach Castrop-Rauxel zu kommen" - auch wenn das Land bei der Besetzung das Sagen hat.

Die Reaktivierung der Harkortschule könnte bei den Raumfragen eine wichtige Rolle spielen. Ausschusschefin Katrin Lasser-Moryson (SPD) mahnte, den Merklindern nichts aus einem Bauchgefühl heraus zu versprechen. "Wir müssen die Zahlen prüfen", sagte sie. Statt sich wie vor Jahren auf einen externen Gutachter zu verlassen, der mit seinen Prognosen deutlich falsch lag, arbeitet die Verwaltung an einem eigenen Schulentwicklungskonzept.

Zum Thema OGS, bei dem die Stadt derzeit eine Online-Abfrage bei Eltern durchführt, gab es bis Donnerstag 2000 Klicks und 280 Rückmeldungen. Der Link ist noch bis zum 13. Mai auf der städtischen Homepage freigeschaltet.

Zum politischen Dauerthema Wohnbebauung am Alten Garten in Henrichenburg, bei dem Grüne und FWI argumentierten, dass sich auch die schulische Situation verschlechtere, betonte Schuldezernentin Regina Kleff: "Ich wehre mich gegen den Eindruck, wir würden der Schule schaden wollen." Ein Anbau sei geplant - und die Ausweitung der OGS.

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