OGS-Essen in Castrop-Rauxel wird teurer

Eltern müssen höhere Beiträge zahlen

Castrop-Rauxel - Die Kosten für die Verpflegung in den Offenen Ganztagsgrundschulen (OGS) und in den städtischen Kitas sind gestiegen. Die Beiträge, die Eltern dafür zahlen, dagegen nicht. Das soll sich ändern, um kostendeckend wirtschaften zu können.

Bei der OGS, bei der das Verpflegungsentgelt seit deren Bestehen 2003 nie erhöht wurde, soll der Beitrag ab dem 1. August 64 Euro monatlich betragen, bis dahin zahlen die Eltern 39 Euro bei elf Monatsbeiträgen im Jahr. "Eine Anpassung an die tatsächlichen Sach- und Personalkosten ist dringend erforderlich", heißt es in der entsprechenden Vorlage der Verwaltung. Bei den städtischen Kitas sieht es nicht viel anders aus.

Verpflegung und Obolus wurden 2011 eingeführt und seither nicht verändert. Hier soll die Vollverpflegung ab 1. August - mit dem Beginn des neuen Kindergartenjahres - von 45 auf 60 Euro steigen. Wenn in der Kita nur das Frühstück eingenommen wird, sollen dann statt 15 Euro 20 Euro gezahlt werden.

Alles in Allem - Sach- und Personalkosten - muss jährlich für die OGS ein Betrag von fast 725.000 Euro aufgebracht werden. Auf der Einnahmenseite steht bei der bisherigen Regelung ein Betrag von gut 435.000 Euro. Eine Erhöhung auf 64 Euro würde Mehreinnahmen in Höhe von gut 290.000 Euro bedeuten, heißt es in dem Verwaltungspapier. Ausgegangen ist die Verwaltung dabei von aktuell 1057 Kindern an zehn OGS-Schulen.

Unterm Strich bedeutete das also eine Kostendeckung. Kostenreduzierung nach dem Bildungs- und Teilhabegesetz für Eltern mit ganz knappem Geldbeutel ist möglich. "Wir sind gesetzlich dazu angehalten, kostendeckend zu arbeiten", sagt der Erste Beigeordnete und Kämmerer Michael Eckhardt auf Anfrage.

Wie ist das Finanzierungsloch bis jetzt gefüllt worden? "Praktisch ist da nichts unternommen worden", erklärt Eckhardt, in verschiedenen Bereich hätten sich immer mal wieder Lücken aufgetan, man habe die Dinge laufen lassen, obwohl man schon länger mit dem Gedanken schwanger gewesen sei, hier den Hebel ansetzen zu müssen. Beiträge erhöhen zu wollen, sei politisch eben auch unbequem und die Neigung dazu nicht sonderlich ausgeprägt. "Jetzt haben wir den Deckungsbeitrag auf dem Tisch", sagte Eckhardt.

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