Palliativmedizin in Castrop-Rauxel

Förderverein für Palliativstation gegründet

Castrop-Rauxel - Am Evangelischen Krankenhaus hat sich ein Unterstützerkreis für die Palliativstation gegründet. Es gibt Hoffnung auf weitere Unterstützer. Denn die Kassen bezahlen viele Dinge nicht.

Der frisch gegründete Verein "Palliativstation im Evangelischen Krankenhaus Castrop-Rauxel" sucht weitere Mitstreiter. Ziel ist es, die Arbeit auf der Station mit unheilbar Kranken und Sterbenden sowie deren Angehörigen mit Hilfe von Spendengeldern zu fördern, da die übliche Erstattung durch die Krankenkasse nicht ausreicht. Pfarrer Frank Obenlüneschloß, Theologischer Direktor der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft und Vereinsvorsitzender, hofft auf Unterstützer.

Kravanja und Kapteinat sind Mitglieder

Welche Bedeutung der Palliativmedizin gesellschaftspolitisch zugeschrieben wird, zeigte sich darin, dass der Verein bei seiner Gründungsversammlung prominente Unterstützung erfuhr. Denn zu den ersten Mitgliedern zählen Bürgermeister Rajko Kravanja und die Landtagsabgeordnete Lisa Kapteinat. Mit ihrer Unterschrift haben sie und 14 weitere Gründungsmitglieder einen ersten Beitrag zur Förderung der Palliativarbeit am EvK geleistet.

Warum ein Förderverein so wichtig ist, erläuterte Palliativmediziner Christoph Schildger, Leitender Abteilungsarzt Gastroenterologie und zukünftig für die ärztliche Leitung der Station zuständig.

Linderung quälender Symptome

Aus medizinischer Sicht bedeutet Palliativmedizin vor allem eine Linderung quälender Symptome, unter denen die Patienten leiden. Das sind nicht nur Schmerzen, sondern auch eine Vielzahl anderer Beschwerden wie etwa Übelkeit, unerträglicher Juckreiz oder Kraftlosigkeit.

Die richtige Pflege garantieren Fachkräfte, die die Zusatzausbildung "Palliative Care" aufweisen. Therapeuten, Psychologen, Seelsorger, Sozialberatung und Ehrenamtliche vervollständigen das multiprofessionelle Team. Das Erfüllen von besonderen Wünschen der Patienten am Lebensende, der größere Personalaufwand und Spezialtherapien oder auch besondere Anschaffungen, die für die schwerkranken Patienten einen Gewinn an Lebensqualität bedeuten, sind dabei Sonderaufwendungen, die nicht von den Krankenkassen bezahlt werden.

Station soll 2019 fertiggestellt sein

Der Startschuss für die Bauarbeiten der geplanten Station mit vier Betten fällt in diesem Jahr, die Fertigstellung ist 2019.

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