Rochus-Geschäftsführer in Castrop-Rauxel

Galuschka nun auch Chef in Lünen und Werne

Bisher war Clemens Galuschka der Chef dreier Krankenhäuser, allesamt von der St.-Lukas-Gesellschaft. Jetzt bekommt er noch mehr Häuser - und einen Sanierungsauftrag gleich mit dazu.

Er soll die beiden Krankenhäuser, die nun hinzu kommen in seinem Verantwortungsbereich, strategisch anders ausrichten als bisher. Das Marienhospital in Lünen und die Christophorus-Klinik in Werne sind das, die als Katholisches Klinikum Lünen/Werne geführt werden. Er soll sparen, denn die beiden Häuser hatten zuletzt ein Millionen-Defizit bei einem Umsatz von 170 Millionen Euro.

Büro in Lünen ist noch nicht eingerichtet

Bisher ist Galuschka allein in der St.-Lukas-Gesellschaft tätig gewesen, zu der das Rochus-Hospital in Castrop, das Krankenhaus Dortmund-West in Kirchlinde und das Josefs-Hospital in Hörde gehören. Sein Sitz war das Büro im Rochus in der Castroper Altstadt. Bald arbeitet er vor allem in Lünen, wo er sein Büro allerdings noch nicht fertig eingerichtet hat. "Alles, was ich brauche, habe ich im Computer", sagt er gegenüber unserer Redaktin jetzt im großen Interview.

Im Herbst hatte das Rochus-Hospital als Standortleiter den Juristen Oliver Lohr eingestellt. Er ist hierarchisch Clemens Galuschka untergeordnet, kümmert sich aber seither in der Gesellschaft einzig um das Rochus. Sein Chef schaut derweil sehr genau auf die Zahlen in Lünen und Werne. Und sagt: "Ich bin seit 19 Jahren in Dortmund und in einem Haus in Castrop in der Region aktiv. Die Aufgabe macht mir sehr viel Spaß. Ich bin davon überzeugt, dass konfessionelle oder freie gemeinnützige Träger im Gesundheitswesen eine große Rolle spielen sollten." Er denke, dass man gegenüber Privaten die Chance habe, Mitarbeiter stärker einzubinden und patientengerechter zu arbeiten, "weil wir nicht Aktionären verpflichtet sind".

Ziel: 60 von 1400 Stellen abbauen

Galuschka plane, die Prozesse zu optimieren und so 60 von rund 1400 Vollzeitstellen in Lünen und Werne abzubauen. Er schaute sich zunächst ein halbes Jahr lang aus der Distanz beide Häuser an. Und nun? "Die Erfahrungen aus Dortmund zeigen, dass wenn man stärker in Prozessen denkt und die Abläufe für Patienten besser aufeinander abstimmt, mit weniger Ressourcen die Leistung erbringen kann."

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