Das Ruhrical

Karl Hölscher (70) spielt bei Radio Ruhrpott mit, "weil ich im Herzen Ruhrpottler bin"

Castrop-Rauxel - Er mimt den Präsidenten des Kleingartenvereins - und sieht genau wie einer aus: Karl Hölscher aus Datteln, ältestes Mitglied der Radio-Ruhrpott-Crew. Wir trafen den Ex-Kumpel zum Interview.

Karl Hölscher, 70 Jahre alt und aus Datteln, ist der älteste Mann im Team des Musicals "Radio Ruhrpott - das Ruhrical", das ab Anfang Mai in der Stadthalle Castrop-Rauxel zu sehen sein wird. Er spielt im Stück den Vorsitzenden des Kleingartenvereins. Redakteur Tobias Weckenbrock sprach mit ihm.

Wie kommt es, dass Sie bei Radio Ruhrpott dabei sind, Herr Hölscher? Weil der Bernd Böhne mich gefragt hat. Mit dem habe ich schon vor zehn Jahren im Theater in Dortmund und Gelsenkirchen gespielt. Wir haben dort "Männer" gespielt. Seither kennen wir uns, haben immer zwischendurch mal Kontakt über Facebook und sonstiges.

Was sind Sie denn? Profi- oder Laienschauspieler?

Man kann das so sagen: Ich war auf dem Pütt und inzwischen Rentner. Ich bin Band-Musiker, habe selber so kleine Musicals geschrieben über die Siedlungen aus dem Bergbau.

Was für eine Band ist das?

Eine Oldie-Band mit anderen Rentnern, wir machen verschiedene Musik.

Seit wann sind Sie im Ruhrical-Team?

Ende Januar hat der Bernd mich angerufen. Dann haben wir uns schnell geeinigt, dass wir das so machen.

Im Mai geht es ja schon los. Reicht die Vorbereitungszeit?

Ja, ich habe eine etwas kleinere Rolle. Ich bin der Präsident im Kleingartenverein und sorge dafür, dass die beiden Hauptrollen, die Petra und der Ritchie, sich lieben können und der Vater eine Einsicht hat.

Singen Sie da auch oder sprechen Sie?

Ich habe eine Sprechrolle, soll aber im Background, also im Ensemble auch mitsingen.

Sie kennen das Team seit einigen Wochen. Warum glauben Sie, dass das gut werden kann?

Weil ich im Herzen Ruhrpottler bin und der Bernd so eine tolle Idee hat, hier aus dem Herzen des Ruhrpotts sowas zu machen. Dann eben in Castrop-Rauxel, da kann ich sicher ein paar Dattelner aus meinem großen Bekanntenkreis ansprechen, dass sie auch kommen. Ich hoffe, wir kriegen das Theater voll, zumindest ein paar Mal.

Böhne hat ja den Plan, das als festes Musical im Ruhrgebiet zu etablieren. Ist das eine Vision und ein Traum, oder halten Sie das für einen realistischen Plan?

Ich kenne ja den Bernd und der muss natürlich positiv daran gehen. Ich wünsche ihm alles Gute, dass das so läuft, wie er sich das vorstellt.

Sie haben sich auf jeden Fall für die Wochenenden und die anderen Termine nichts vorgenommen?

Also wenn Termine anstehen und ich die erfahre, dann sehe ich zu, dass das auch klappt.

Wie oft proben Sie? Wie viel Arbeit haben die anderen Sänger und Schauspieler so?

Ehrlich: Das weiß ich auch noch nicht so richtig genau. Ich brauche nicht so viel Text zu lernen, habe nur zwei, drei Sätze zu sagen und muss ansonsten ein gutes Bild auf der Bühne abgeben. Wir müssen gucken, wie die Proben so laufen. Ich bin nicht bei allen Proben dabei, ist ja klar. Die anderen haben wesentlich mehr zu tun, sie müssen die musikalische Geschichte machen. Aber so, wie ich die anderen kennengelernt habe, wird das was. Die meisten sind ja richtige Profis, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen.

Wenn Sie ein paar Wochen zurückblicken und Bernd Böhne Sie heute fragen würde, ob Sie dabei wären: Wie würde Ihre Antwort jetzt ausfallen?

Ich würde nach wie vor sagen: Jau, ich bin dabei!

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